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„Großes Land“ regiert von „einem Clown“: Macron kritisiert Johnsons Verhalten – Medien

© AFP 2021 / Christopher FurlongBoris Johnson und Emmanuel Macron
Boris Johnson und Emmanuel Macron - SNA, 1920, 03.12.2021
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Nach Angaben der Wochenzeitung „Le Canard enchaîné“ hat der französische Präsident, Emmanuel Macron, den britischen Premier, Boris Johnson, wegen seines Verhaltens in der Migrationskrise und insbesondere des Untergangs eines Flüchtlingsbootes am Ärmelkanal als „Clown“ bezeichnet.
Dem Blatt zufolge machte Macron seinem Ärger über Johnson während seines jüngsten Besuchs in Kroatien am 24. und 25. November in einer privaten Runde Luft, indem er gesagt haben soll:
„Es ist traurig zu sehen, dass ein großes Land, mit dem wir zusammen eine Reihe großer Dinge tun könnten, von einem Clown regiert wird.“
Macron soll angeblich klar geworden sein, was er von Johnson vor dem Hintergrund der in eine Sackgasse geratenen Gespräche hält, wie „Le Canard enchaîné“ weiter berichtete:
„BoJo (Boris Johnson – Anm. d. Red.) redet auf Hochtouren mit mir, alles läuft gut, wir diskutieren wie große Menschen, und dann macht er uns vorher oder nachher auf unelegante Weise das Leben schwer. Es ist immer der gleiche Zirkus.“

Spannungen zwischen Frankreich und Großbritannien

Dem Streit zwischen den beiden Staatsoberhäuptern liegen vor allem die illegalen Überquerungen des Ärmelkanals durch Migranten sowie der Streit zwischen Paris und London um Fischerei-Lizenzen nach dem Brexit zugrunde.
Zuvor hatte Paris London vorgeworfen, sich nicht an Brexit-Abmachungen zu halten und zahlreichen französischen Fischern vor den Kanalinseln Jersey und Guernsey entgegen der Vereinbarung die Lizenz zu verweigern. London hatte seinerseits die Anschuldigungen zurückgewiesen: Es handele sich um einige Dutzend Boote, die aufgrund fehlender Dokumente keine Lizenz erhalten hätten.
Johnson und Macron  - SNA, 1920, 26.11.2021
Migrationskrise am Ärmelkanal: Macron nach Johnsons Twitter-Brief „überrascht“
Ferner, am vorigen Mittwoch, ist es zum Untergang eines Bootes mit Migranten auf dem Weg von Frankreich nach Großbritannien gekommen, infolgedessen nach vorläufigen Angaben 27 Menschen ums Leben gekommen sind. Wie die Maritime Präfektur mitgeteilt hat, hat ein Fischerboot einen Notruf abgesetzt, dass sich mehrere Migranten im Ärmelkanal in Seenot befänden.
Der französische Präsident war besonders wütend, nachdem Johnson daraufhin auf Twitter einen an ihn adressierten Brief veröffentlicht hat, in dem er seine Vorschläge zur Bewältigung der Migrantenkrise unterbreitet hat.
Macron hat sich davon wenig angetan gezeigt:
„Über solche Dinge kommuniziert man nicht zwischen Staatschefs per Tweet und öffentlichen Briefen“.
Er bezweifelte zudem die Ernsthaftigkeit des britischen Vorstoßes: „Ich bin von einer solchen unseriösen Methode überrascht“, erklärte Macron.
„Die wirkliche Antwort liegt in einer ernsthaften Zusammenarbeit, um diesen Bewegungen vorzubeugen, um diese Schleusernetzwerke zu zerschlagen, um zu verhindern, dass diese Frauen und Männer unser Land erreichen, weil es bereits zu spät ist, wenn sie da sind“, so Macron.
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