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 - SNA, 1920
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Einmal Außenminister-Bundeskanzler und retour!

© Foto : Parlamentsdirektion / Johannes ZinnerÖsterreichs Außenminister Alexander Schallenberg am 29. Mai 2020 in der 34. Sitzung des Nationalrates
Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg am 29. Mai 2020 in der 34. Sitzung des Nationalrates - SNA, 1920, 03.12.2021
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Es ist ja nicht so, dass man Postenschacherei und Freunderlwirtschaft nicht kennen würde. Als gelernter Österreicher weiß man, dass sie Teile der rot-weiß-roten Polit-DNA sind. Die Route Außenminister-Bundeskanzler und zurück ist aber schon speziell - meint unsere Gastautorin, eine gebürtige Wienerin.
2021 … die Welt wird von einer Pandemie fest im Griff gehalten … aller Herren Länder machen sich auf, um dem Corona-Virus die Stirn zu bieten … alle Länder?
Nein! Ein kleines, schnitzelförmiges Land inmitten Europas hat andere Prioritäten, denen es sich widmen muss. Nach dem Abgang des juvenilen Leider-doch-nicht-Propheten musste der Berg ins Kanzleramt kommen, um zu retten, was zu retten war. Es war indes nicht notwendig, über hellseherische oder gar prophetische Talente zu verfügen, um bereits am Tag der Angelobung von Alexander Schallenberg als Bundeskanzler zu wissen, dass seine Amtszeit nicht von Dauer sein würde.
Denn noch liefen die Fäden beim Heiland a.d. Sebastian Kurz zusammen, und Schallenberg vermochte in Zeiten der Pandemie zwar nicht den Krisenmanager zu geben, aber zumindest altes k. und k. Flair zu versprühen. Als Spross eines alten Adelsgeschlechts gelang es ihm, verbalen Glanz in die von Viren und überfüllten Intensivstationen gebeutelte Republik zu bringen.

Abhandengekommen ... aber nicht unter die Räder

Nun ist er uns gänzlich abhandengekommen, der Bub, der Heiland, der Mann, für dessen Weisheit erfolglos in der Wiener Stadthalle einst gebetet worden war. Die prophetischen Fäden zu Schallenberg sind gerissen, aber es wäre nicht Österreich, würde der tapfere Mann, der selbstlos in Zeiten der Postennot den Kanzler gab, nicht wieder zurück in sein früheres Ministeramt gehievt werden.
Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz - SNA, 1920, 02.12.2021
Österreich
Mit kurzem Vollgas ins Abseits
Die Route Außenministerium-Kanzleramt-Außenministerium gilt im Gegensatz zu jener auf dem Balkan, die der Leider-doch-nicht-Auserwählte nur angeblich geschlossen hatte, als erledigt.
Wie lange die neue Regierung mit dem ehemaligen Innenminister Karl Nehammer als Kanzler halten wird, steht noch in den Sternen. Ebenso wie die weitere Karriere des Kurzzeit-Außenministers Linhart, der seinerseits Schallenberg bloß vertreten durfte.
Es wäre aber nicht Österreich, würde man nicht füreinander sorgen. Der Vollständigkeit halber und um Missverständnisse zu vermeiden sei jedoch angemerkt, dass diese Fürsorge ausschließlich parteiintern zu verstehen ist und keinesfalls auf das schnöde Wahlvolk umgelegt werden darf!
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