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Kurzarbeit in Deutschland steigt erstmals seit Februar wieder – Ifo-Institut

© AFP 2021 / INA FASSBENDEREin Mitarbeiter in einer Halle des ThyssenKrupp-Werks in Duisburg
Ein Mitarbeiter  in einer Halle des ThyssenKrupp-Werks in Duisburg - SNA, 1920, 03.12.2021
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Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist nach Angaben des Ifo-Instituts erstmals seit Februar gestiegen.
Laut einer Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter im November im Vergleich zum Vormonat um etwa 1,67 Prozent von 598.000 auf 608.000. Der Wert entspreche nun 1,8 Prozent der Beschäftigten.
In der Industrie sei die Zahl von 271.000 auf 302.000 Beschäftigte (4,3 Prozent) gewachsen. „Die Flaschenhals-Rezession, die durch fehlende Vorprodukte zustande kommt, macht sich hier bemerkbar“, so ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.
Laut der Schätzung, die aufgrund der Unternehmensumfragen und der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit vorgenommen wurde, vergrößerte sich die Zahl der Kurzarbeiter in den Reihen der Hersteller von Metallprodukten von 33.000 auf 44.000 (5,3 Prozent), die Metallerzeuger und -bearbeiter hätten Zunahmen von 14.000 auf 22.000 (7,7 Prozent) und die Chemie von 15.000 auf 21.000 (2,3 Prozent) hinnehmen müssen. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern habe sich die Zahl fast nicht geändert; hier sei ein Anstieg von 110.000 auf 111.000 Beschäftigte um 11,7 Prozent registriert worden.
Im Gastgewerbe sei die Zahl von 35.000 auf 47.000 Beschäftigte (4,4 Prozent) gestiegen, in anderen Branchen sei sie gesunken.
Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.11.2021
Bundesrichter: Urlaubskürzung bei Kurzarbeit Null rechtens
Nach Angaben des Ifo-Instituts lag die Zahl der Kurzarbeitenden vor Corona im Februar 2020 bei 134.000, im März 2020 sprang sie auf 2,6 Millionen und im April erreichte sie erstmals in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands den Rekordwert von sechs Millionen.
Angesichts der verschärften Maßnahmen von Bund und Ländern im Kampf gegen die Corona-Krise warnen Experten vor einer möglichen Rezession und negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Bundesagentur für Arbeit (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.10.2021
Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt im Oktober
„Die Ausdehnung der 2G-Regel auf den Einzelhandel wird faktisch rund 15 Prozent der Erwachsenen aus den Geschäften verbannen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Vor schwierigen Zeiten stünden aber auch Restaurants, Hotels, Kneipen und andere Dienstleister. „Ich erwarte mehr denn je, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr schrumpfen wird“, so Krämer.
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