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„Paar Prozent draufgeschraubt“ – Lukaschenko erklärt Wahlen in Polen für gefälscht

© SNA / Pawel Bednjakow / Zur BilddatenbankAlexander Lukaschenko
Alexander Lukaschenko - SNA, 1920, 02.12.2021
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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in einem Interview das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Polen vom letzten Jahr als gefälscht bezeichnet. Nach Worten von Lukaschenko wurde Andrzej Duda allein durch die Fälschung polnischer Präsident.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Novosti sagte Lukaschenko: „Sie wissen doch, wie Duda gewonnen hat. Er hatte keine 50 Prozent der Stimmen bekommen, sie haben ihm was draufgeschraubt.“ Die Frage, ob die polnischen Präsidentschaftswahlen gefälscht worden seien, beantwortete Lukaschenko mit: „Absolut“.

Nun sei in Polen „dieses Dreiergespann“ an der Macht: „Der senile Kaczynski, Morawiecki und Duda“, sagte der belarussische Präsident. Als die „starke Opposition“ in Polen mit Donald Tusk in ihren Reihen nach den Wahlen auf die Straße gegangen sei, hätten die Amerikaner mit dem Fuß aufgestampft: „Stopp, die sollen bleiben. Die nächsten seid ihr.“ Denn Polen befindet sich laut Lukaschenko unter äußerer Herrschaft, „noch schlimmer als die Ukraine, nur dass sie keinen Lärm darum machen, sie machen es in aller Ruhe und Stille.“
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Währenddessen will ein Großteil der polnischen Gesellschaft „keinen Clinch mit Belarus“. so Lukaschenko. „Von uns ist ihnen nichts Böses widerfahren. Sie sind jetzt zu Vernunft gekommen, sind wieder bei Sinnen, sie blicken durch, was passiert und wer daran schuld ist.“

Sobald Donald Tusk, der „starke Politiker“, an die Macht komme, „werden die wegsacken“. Es gebe in Polen kluge Köpfe, mit denen man sprechen könne. „Die Polen sind kein einfältiges Völkchen. Sie werden jeden Politiker dazu bringen, das zu tun, was ihnen nützt. Diese Menschen wissen, was ein Groschen wert ist.“

Bei den letzten Präsidentschaftswahlen in Polen hatte sich der Amtsinhaber Andrzej Duda mit kleinem Vorsprung gegen seinen oppositionellen Widersacher Rafal Trzaskowski durchgesetzt. Die Opposition forderte daraufhin die Annullierung des Wahlergebnisses. Gegenstand der Kritik waren unter anderem die Nutzung staatlicher Gelder und der Einsatz des öffentlich-rechtlichen Fernsehens für die Wahlkampagne des amtierenden Präsidenten.
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