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Russlands Zentralbank-Chefin im Gespräch mit EU-Unternehmern – Anti-Krisen-Maßnahmen im Fokus

© SNA / Pressedienst des russischen Staatsduma / Zur BilddatenbankRusslands Zentralbank-Chefin Elwira Nabiullina
Russlands Zentralbank-Chefin Elwira Nabiullina - SNA, 1920, 02.12.2021
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Top-Manager europäischer Firmen diskutierten beim Treffen mit der Chefin der russischen Zentralbank Elwira Nabiullina in Moskau das Geschäftsklima. Die weiche Geldpolitik förderte die Erholung der Wirtschaft, aber großangelegte Anti-Krisen-Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaftssektoren sollten abgeschlossen sein.
„Der Dialog mit der Wirtschaft ist für die russische Zentralbank sehr wichtig, gegenseitiges Verständnis ist gerade in solchen Momenten der Unsicherheit besonders wertvoll“, sagte Nabiullina beim Treffen mit den Vertretern der Assoziation des Europäischen Business (AEB) in Moskau.
Die europäische Wirtschaft würdige den Beitrag der Zentralbank zur Erholung der Geschäftstätigkeit in Russland. Laut Tadzio Schilling, dem AEB-Generaldirektor, schätzt sie den Beitrag der Zentralbank zur Wiederherstellung der Geschäftstätigkeit in Russland sehr. „Die Bank Russlands war maßgeblich daran beteiligt, im Jahr 2020 eine weiche Geldpolitik zu verfolgen, um eine Erholung der Wirtschaft zu ermöglichen, insbesondere durch eine Senkung des Leitzinses“, sagte Schilling beim Treffen mit Nabiullina in dieser Woche.
Die Vorsitzende der Zentralbank Russlands bemerkte ihrerseits, dass die russische Wirtschaft sich nun fast vollständig von der Pandemiekrise erholt habe und auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sei, auf dem sie sich hätte befinden können, wenn es keine Pandemie gegeben hätte. Der Anpassungsprozess an neue Bedingungen sei allerdings abgeschlossen, und die Lösung akuter Probleme dürfe nicht auf später verschoben werden.
Die umfangreichen Anti-Krisen-Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaftssektoren sollen bereits abgeschlossen sein. Heute sei es notwendig, zu gezielten Maßnahmen überzugehen, sagte die Chefin der russischen Zentralbank. „Die Erholung ist nicht homogen, neue Wellen der Pandemie können zur Einführung neuer Beschränkungen führen, die verschiedene Sektoren der Wirtschaft betreffen. Aber großangelegte Anti-Krisen-Maßnahmen sollten bereits abgeschlossen sein, sie werden durch gezielte ersetzt“, so Nabiullina. Die Härte in der Geldpolitik müsse vorerst beibehalten werden, sagte sie weiter. „Heute macht uns die Inflation große Sorgen. Sie hat unser Ziel von 4 Prozent verdoppelt (heute 8 Prozent), wir haben den Zinssatz erhöht und gehen davon aus, dass wir vorerst eine strenge Politik beibehalten müssen, um die Inflation wieder auf das Ziel zu bringen.“
Wie sich dies auf die Aktivitäten europäischer Unternehmer in Russland auswirken wird und in welchem ​​Verhältnis sie zu den Aussagen der Chefin der Zentralbank stehen, ist noch nicht klar. Nach Nabiullinas Rede konnten die Unternehmer ihre Fragen an die Bankchefin stellen, was aber ohne Presse stattfand.
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Laut den Aussagen der Verbandsleitung bleiben europäische Unternehmen auf dem russischen Markt nach wie vor aktiv und treiben geplante oder begonnene Projekte erfolgreich voran, was davon zeugt, dass die Firmen weiterhin an das Potenzial des russischen Marktes glauben. „Die europäische Wirtschaft in Russland, wie auch die russische Wirtschaft selbst, hat schon mehrere Krisen überstanden und hat eine ausreichende Krisenerfahrung. Es ist wichtig, dass die russische Regierung ihre Unterstützungsmaßnahmen auch weiterhin aufrechthält, damit sich der Markt weiter stabilisieren kann“, wünschte Tadzio Schilling im SNA-Gespräch.
Offenbar geht es den Autoherstellern in Russland ziemlich gut. Nach dem Lockdown habe sich der Markt besser erholt als erwartet, stellte der AEB-Automobilherstellerausschuss fest. Das erste Halbjahr 2021 zeigte nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Thomas Stärtzel eine deutlich bessere Dynamik als 2020. „Der russische Markt ist länger für alle Autohersteller interessant, weil Russland ein wichtiger Markt Europas ist. Wir stärken Investitionen in die lokale Produktion“, erläuterte Dr. Stärtzel früher gegenüber SNA. Aufgrund des Erfolgs des ersten Halbjahres revidierte die AEB ihre Prognose für das Marktwachstum für 2021 von 2,1 auf 9,8 Prozent.
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