Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Verdacht auf Schleuserkriminalität: Razzien in drei Bundesländern

CC0 / Adrian Tworuschka / Pixabay / Polizeipatrouille in einer Stadt (Symbolbild)
Polizeipatrouille in einer Stadt (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.12.2021
Abonnieren
Immer wieder werden vietnamesische Frauen illegal nach Deutschland gebracht und dort an Scheinväter für ihre Kinder vermittelt. In einem Verdachtsfall hat die Polizei nun Dutzende Objekte vor allem in Berlin durchsucht.
Mit Durchsuchungen von 41 Objekten in drei Bundesländern ist die Polizei am Mittwoch dem Verdacht auf Scheinvaterschaften und Schleuserkriminalität nachgegangen. Schwerpunkt der Razzien war mit 38 Objekten Berlin, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Jeweils eine Durchsuchung gab es zudem in den brandenburgischen Städten Potsdam und Spremberg sowie in Sondershausen in Thüringen. Zuvor hatte der RBB berichtet.

Einschleusen über die Vermittlung von Scheinvaterschaften

„Es geht um den Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens über die Vermittlung von Scheinvaterschaften“, sagte der Polizeisprecher am Mittwoch.
Demnach richteten sich die Durchsuchungen gegen 18 männliche Deutsche sowie 23 Frauen mit vietnamesischer Staatsbürgerschaft.
Um den Frauen über ihre Kinder eine legale Aufenthaltsmöglichkeit in Deutschland zu verschaffen, sollen sich die Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit gegen Geld als leibliche Väter der Kinder ausgegeben haben.
Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.10.2021
Toter Flüchtling in Transporter in Sachsen: Fahndung nach mutmaßlichem Schleuser

„Wenig Perfideres als Menschenhandel“

Den Razzien vorausgegangen waren demnach Ermittlungen gegen eine Frau im November des vergangenen Jahres. Sie soll die Scheinvaterschaften vermittelt haben. Laut RBB wird auch gegen mehrere Notare aus dem Großraum Berlin ermittelt. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte diese Information zunächst nicht. Was im Rahmen der Durchsuchungen gefunden wurde und ob es Festnahmen gab, wurde zunächst nicht bekannt.
„Es gibt wenig Perfideres als Menschenhandel, weil hier die Not und Hilflosigkeit von Menschen skrupellos ausgenutzt wird und man sich am Elend anderer bereichert“, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Mittwoch mit.
Einschleusung von Ausländern in Deutschland 2020

Im Jahr 2020 haben die Staatsanwaltschaften in Deutschland 4.996.494 Ermittlungsverfahren in Strafsachen abgeschlossen, teilte das Statistische Bundesamt Ende August 2021 mit. 3,6 Prozent der erledigten Strafverfahren (178.621) bezogen sich demnach auf Einschleusung von Ausländern (3755) und Straftaten nach dem Aufenthalts-, dem Asylgesetz sowie dem Freizügigkeitsgesetz/EU (174.866). Die meisten Fälle der Einschleusung von Ausländern wurden in Bayern (1265), NRW (460), Hessen (390) sowie Sachsen (386), die anderen Aufenthaltsdelikte am häufigsten in Bayern (37.113) registriert.

ExpandierenMinimieren
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала