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Afghanistan
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Taliban und USA verhandeln Nationalinteressen und Bürgerrechte in Katar

© SNA / Alexej Kudenko  / Zur BilddatenbankTaliban-Vertreter bei den Gesprächen in Moskau, 20.10.2021
Taliban-Vertreter bei den Gesprächen in Moskau,  20.10.2021 - SNA, 1920, 01.12.2021
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Am Montag und Dienstag haben die USA und die militant-islamistische Bewegung Taliban* Verhandlungen in Doha abgehalten. Bei dem Treffen ging es unter anderem um den Schutz aller Bürger Afghanistans und um die Gewährleistung einer sicheren Durchreise durch das Land, teilte Ned Price, Vertreter des Außenministeriums der USA, am Dienstag mit.
Die US-Delegation wurde durch den Sonderbeauftragten für Afghanistan, Thomas West, geleitet. Dazu gehörten auch Vertreter des US-amerikanischen Außenministeriums, Finanzministeriums, der humanitären Agentur Usaid sowie des Geheimdienstes.

„Die US-Delegation betonte die Wichtigkeit der Einhaltung der Verpflichtungen der Taliban – vom afghanischen Staatsgebiet darf keine Gefahr für andere Länder ausgehen; ein sicherer Durchgang für US-amerikanische Bürger und afghanische Bürger muss durch die Taliban gewährleisten werden; die Rechte aller Bürger Afghanistans müssen geschützt werden, so auch die Rechte von Frauen, Mädchen und Minderheiten; eine sichere Freilassung von Mark Frerich soll stattfinden“, hieß es in der Mitteilung des US-Außenministeriums.

Washington sei darum ebenfalls bemüht, dass die erlassenen Sanktionen nicht der humanitären Hilfe in Afghanistan im Weg stehen.
Die Bemühungen der Taliban, eine sichere Durchreise durch das Land zu gewährleisten, wurden von West positiv hervorgehoben. Es wurden jedoch auch Befürchtungen in Bezug auf die Präsenz von Al-Kaida** und dem IS*** in Afghanistan sowie auf die Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen geäußert. Die Taliban wurden erneut aufgefordert, die Rechte aller Afghanen zu schützen.
Gebäude der Bank Afghanistans in Kabul  - SNA, 1920, 24.11.2021
Afghanistan
Taliban wollen mit USA über Freigabe von Geldern und Anerkennung ihrer Regierung verhandeln
Die Taliban versicherten, Handlungen, die eine mögliche Gefahr für andere Länder darstellen könnten, im Land aktiv zu bekämpfen. Ihre Vertreter erklärten, dass die Bewegung einer internationalen Kooperation im Bereich der Förderung des Zugangs zu Bildung für alle Bürger des Landes aufgeschlossen gegenüberstehe.
Am vergangenen Wochenende fanden Verhandlungen zwischen Vertretern der Taliban und der EU statt. Bei diesen ging es vorrangig um die humanitäre Situation in Afghanistan.
Vorherige Woche hatten die Taliban ihre Absicht erklärt, bei der zweiten Gesprächsrunde mit den USA die Freigabe afghanischer Bankreserven und Washingtons Beteiligung am Wiederaufbau Afghanistans zu besprechen.
Zahl der Bedürftigen in Afghanistan

Die Zahl der Bedürftigen in Afghanistan ist gegenüber dem Vorjahr von 14,5 auf 18,4 Millionen Menschen gestiegen. Dies teilte die Bundesregierung im April 2021 unter Verweis auf das Büro der Vereinten Nationen (VN) für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Der humanitäre Bedarf in dem Land stieg demnach von 611,8 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 1,3 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.

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Die erste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und den derzeitigen afghanischen Machthabern fand im Oktober 2021 statt.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
**Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
***Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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