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Studie: Corona-Impfung wirkt besser bei Frauen

© Depositphotos / BaburkinaSpritze (Symbolbild)
Spritze (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.12.2021
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Frauen und junge Menschen bilden nach einer Corona-Impfung mehr Antikörper gegen SARS-CoV-2, als Männer und alte Menschen. So das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus den USA und Italien.
Die Antikörperkonzentration nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer ist von Alter und Geschlecht abhängig. Unabhängig davon nimmt die Schutzwirkung bei allen Geimpften im Laufe von sechs Monaten bedeutend ab. So das Ergebnis einer unabhängigen Studie des „Texas Biomedical Research Institute“ und der Universität Verona.

Frauen und junge Menschen haben mehr Antikörper

Die Studie ergab, dass Personen unter 65 Jahren mehr als doppelt so viele Antikörper gegen SARS-CoV-2 aufwiesen, als Menschen, die älter als 65 sind. Außerdem war die Antikörperkonzentration bei Frauen höher als bei Männern. Bei allen Probanden hatte der Impfschutz nach sechs Monaten um mehr als 50 Prozent abgenommen.
„Während man erkennen kann, wie gut die Impfungen vor schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthaltungen schützen, zeigt unsere Studie jedoch auch, wie schnell die Antikörperkonzentrationen abnehmen bei allen Personen, unabhängig von Alter und Geschlecht“, sagt Brandon Michael Henry, medizinischer Wissenschaftler und Forscher am biomedizinischen Institut in Texas und Ko-Leiter der Studie mit der Universität Verona.

„Unsere Studie liefert einen weiteren Beweis dafür, dass Booster-Impfungen für alle Erwachsenen wichtig sein werden, um die Antikörperkonzentration hochzuhalten, um weiter einen effektiven Immunschutz gegen Covid-19 zu gewährleisten.“

Für die Studie wurden 787 medizinische Fachkräfte in Verona (Italien) untersucht, die zweifach mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft wurden. Die Probanden waren zwischen 21 und 75 Jahren alt. Ihre Antikörperkonzentration wurde vor der Impfung, unmittelbar nach der zweiten Dosis und einen, drei und sechs Monate nach Verabreichung der zweiten Spritze gemessen.
Die Studie liegt bisher als sogenanntes „Preprint“ vor, ist also noch nicht von unabhängigen Experten geprüft worden, und ist für eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Journal of Medical Biochemistry” vorgesehen.
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Hormone für die Antikörperbildung verantwortlich

Henry und seine Kollegen vermuten, dass der signifikante Unterschied bei der Antikörperkonzentration bei Männern und Frauen mit Hormonen zusammenhängt. Testosteron, dessen Level bei Männern viel höher ist, unterdrückt das Immunsystem eher, während das bei Frauen überwiegende Östrogen das Immunsystem eher stimuliert. Auch sorgen einige Gene auf dem X-Chromosom für die Bildung von Immunproteinen. Frauen verfügen über zwei X-Chromosomen.
„Normalerweise ist nur ein X-Chromosom aktiv und das andere deaktiviert. Aber es gibt Belege dafür, dass die für die Immunproduktion zuständigen Gene auf dem anderen X-Chromosom aktiv bleiben und die Immunreaktion bei den Frauen verstärken“, sagt Henry.
Allerdings war auch bei Frauen, unabhängig von ihrem Alter, die Antikörperkonzentration sechs Monate nach der Impfung um mehr als 50 Prozent geringer.

Ältere Menschen und Männer häufiger mit schweren Verläufen

Henry führt seit Beginn der Pandemie systemattische Studien zu Alter und Geschlecht von Covid-Patienten durch. Auch hier sieht der Forscher eine Tendenz: „Wir haben während der gesamten Pandemie beobachtet, dass mehr ältere Menschen und Männer schwere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung erleben“, sagt Henry.
„Unsere Studien lassen vermuten, dass dieses Phänomen auf schwächere Immunreaktionen gegen SARS-CoV-2 bei älteren Menschen und Männern zurückzuführen sind.“
Henry betont, dass der Abfall der Antikörperkonzentration nicht bedeutet, dass die Impfstoffe nicht effektiv wären. Verschiedene Antikörper hätten unterschiedlichen Einfluss darauf, ob eine Covid-Erkrankung mild oder schwer verlaufen würde. Gerade die Antikörper, die anscheinend einen schweren Verlauf verhindern, scheinen in den meisten Kontrollgruppen aktiv zu bleiben, wenn auch auf abnehmendem Level. Umso wichtiger seien Booster-Impfungen, um die Antikörper aufzufrischen, so die Forscher aus Italien und den USA.
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