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Kriegsverbrecherprozess um Tod kleiner Jesidin: Lebenslange Haft für IS-Anhänger

© SNA / Wladimir Fedorenko Ein Gerichtsurteil (Symbolbild)
Ein Gerichtsurteil (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.12.2021
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Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat am Dienstag einen Iraker als Mitglied der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) zu lebenslanger Haft verurteilt, der für den Tod einer kleinen Jesidin verantwortlich ist.
Zum Prozess um den Tod eines versklavten jesidischen Mädchens steht im offiziellen Schreiben des Oberlandesgerichts geschrieben:
„Der 5. Strafsenat (Staatsschutzsenat) des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (OLG) hat heute den 29-jährigen Taha Al-J. des Völkermordes in Tateinheit mit einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Todesfolge, einem Kriegsverbrechen gegen Personen mit Todesfolge, Beihilfe zu einem Kriegsverbrechen gegen Personen in zwei tateinheitlichen Fällen sowie mit Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen und ihn deswegen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.“
Außerdem muss der Angeklagte der Mutter des Mädchens Schadenersatz in Höhe von 50.000 Euro zahlen.
Im Text wird erläutert, dass der Angeklagte als Mitglied der IS-Terrormiliz die der religiösen Minderheit der Jesiden angehörige Nebenklägerin und ihr fünfjähriges Kind in Syrien als Sklavinnen gekauft und sie anschließend in seinem Haushalt im Irak gehalten habe. Durch seine Misshandlungen verstarb demnach das Kind. Um die Fünfjährige zu bestrafen und zu disziplinieren, soll er sie bei großer Hitze an ein Fenstergitter im Hof des Hauses gefesselt haben, wo das Kind laut Anklage qualvoll verdurstete. Das geschah zwischen Juli und September 2015.
Burka (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.07.2021
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Der Angeklagte verließ im September 2015 den Iran und reiste in die Türkei.
„Im Rahmen seiner fortbestehenden Eingliederung in die Strukturen des ,IS‘ erklärte er sich im Juli 2018 gegenüber einem unbekannten Chatpartner bereit, für den ,IS‘ Sprengvorrichtungen verschiedener Art anzufertigen und ein ,IS‘-Mitglied in seinem Haus in der Türkei im Umgang mit Sprengstoff zu unterweisen“, heißt es unter anderem im Dokument.
Danach flüchtete er nach Griechenland, wo er im Mai 2019 festgenommen wurde. Im Oktober wurde der Mann in die Bundesrepublik Deutschland überstellt.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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