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IS-Überlebende darf an kanadischer Schule nicht auftreten – weil sie „Muslime verletzen” könnte

Nadia Murad - SNA, 1920, 01.12.2021
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Eine kanadische Schule hat eine Veranstaltung mit der IS*-Überlebenden Nadia Murad abgesagt – mit der Begründung, dass sie für Muslime verletzend sei und „Islamophobie“ fördern würde. Das teilte die Zeitung „Daily Mail“ mit.
Murad sollte sich mit den Schülern von der in Kanada größten Schulbehörde „Toronto District School Board“ (TDSB) zusammensetzen, um ihr Buch „The last girl: My story of captivity and my fight against the Islamic State” zu besprechen.
In ihrem Buch beschreibt Murad, wie sie im Alter von nur 14 Jahren in die sexuelle Sklaverei verkauft wurde, wie sie dem Islamischen Staat entkam und wie sie den Weg in ein Flüchtlingslager in Durhok im Nordirak und dann nach Deutschland fand, wo sie momentan lebt.
Aber bevor die Veranstaltung stattfinden konnte, wurde sie von der TDSB-Direktorin Helen Fischer abgesagt. Sie glaubte, dass das Buch „Islamophobie“ fördern und für ihre muslimischen Schüler „verletzend“ sein würde.
Die Entscheidung erzürnte eine der TDSB-Mitgliederinnen und Mütter, Tanya Lee, die eine E-Mail an die Direktorin schrieb.
„Das ist, was der Islamische Staat bedeutet. Es ist eine Terrororganisation. Es hat mit gewöhnlichen Muslimen nichts zu tun“, zitiert sie „The Telegraph“. „Die Schulbehörde von Toronto sollte sich des Unterschieds bewusst sein.“
Aus Protest gründete Lee auch einen Buchclub, wo Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren über Buchautorinnen erfahren könnten. Außerdem organisierte sie eine Veranstaltung, bei der Murad vorgestellt wurde.
Später sagten die TDBS-Vertreter, es gehe um ein Missverständnis, und man entschuldige sich aufrichtig bei der Autorin.
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Das Geschehene mit Murads Buch löste viel Kritik aus.
Ein Twitter-Nutzer bemerkte sarkastisch:
„Ich denke, alle Holocaust-Überlebenden, die in Schulen gesprochen hatten, haben den Hass gegenüber Deutschen gefördert – irgendeine Reaktion auf Ihre idiotische Position zu Nadia Murad???“
Einem anderen Nutzer zufolge drohen den inkompetenten Fachkräften keine Konsequenzen, weil sie angeblich Fehler „im Dienst der sozialen Gerechtigkeit“ begehen.
Murad ist eine führende Fürsprecherin für Opfer von Völkermord und sexueller Gewalt, und sie ist mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Außerdem ist sie UN-Botschafterin des guten Willens.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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