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Mutmaßlicher Drahtzieher des Ibiza-Videos bleibt in U-Haft – Medien

© AFP 2021 / ROLAND SCHLAGERDer Angeklagte Julian Hessenthaler (L) trifft am 8. September 2021 in St. Pölten, Österreich, zu seinem Prozess im Gerichtssaal ein.
Der Angeklagte Julian Hessenthaler (L) trifft am 8. September 2021 in St. Pölten, Österreich, zu seinem Prozess im Gerichtssaal ein.  - SNA, 1920, 01.12.2021
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Der „Ibiza-Drahtzieher“ Julian Hessenthaler (40), der seit März in Österreich in Untersuchungshaft ist, bleibt Berichten zufolge vorerst im Gefängnis.
Der Antrag von Julian H. um Haftentlassung sei am Mittwoch abgelehnt worden, teilten österreichische Medien unter Verweis auf Birgit Eisenmagen, Sprecherin des Landesgerichts St. Pölten, mit.
Dem 40-jährigen Privatdetektiv, der hinter dem Ibiza-Video stecken soll, wird laut Anklage zur Last gelegt, 2017 und 2018 1,25 Kilo Kokain an einen Bekannten übergeben zu haben. Seit Anfang September läuft nach mehrmaliger Verschiebung der Prozess gegen den 40-Jährigen.
Seit seiner Verhaftung würde H. die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückweisen, hieß es. Er gehe davon aus, dass der Hauptbelastungszeuge, ein früherer Geschäftspartner von ihm, Geld bekommen hätte, wenn er gegen H. aussagen würde, berichteten Medien.
Der Anwalt von Julian H., Wolfgang Auer, habe vergangene Woche die Enthaftung des 40-Jährigen beantragt, womöglich auch unter Gewährung einer Fußfessel: „Der (Mitte Dezember vergangenen Jahres mit Europäischem Haftbefehl in Berlin festgenommene - Anm.) Angeklagte ist beinahe ein Jahr in U-Haft. Eine weitere Anhaltung ist unverhältnismäßig.“
Hessenthaler soll das im Mai 2019 aufgetauchte Video produziert haben. In den versteckten Aufnahmen vom damaligen FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache wirkte der rechte Politiker anfällig für Korruption. Sie dokumentierten ein mehrstündiges Treffen zwischen Strache und dem ehemaligen FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus (45) mit der vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen in einer Finca auf Ibiza. Das Video führte zum Bruch der rechten Koalition und zum Ende von Straches politischer Karriere. Seitdem untersuchen Staatsanwälte, ob er tatsächlich gegen Gesetze verstoßen hat.
Sicherheitsberater Julian Hessenthaler - SNA, 1920, 08.09.2021
Macher des Ibiza-Videos vor Gericht – Pressefreiheit in Gefahr?
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