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Stationierung von Atomwaffen in Belarus? Lawrow spricht von „sehr ernster Warnung“ aus Minsk

© SNA / Russlands Außenministerium / Handout / Zur BilddatenbankSergej Lawrow
Sergej Lawrow - SNA, 1920, 01.12.2021
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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die von dem Präsidenten von Belarus, Alexander Lukaschenko, ins Spiel gebrachte Möglichkeit, russische Atomwaffen in Belarus zu stationieren, als eine Warnung bezeichnet.
„Ich würde diese Erklärung als eine sehr ernste Warnung auffassen, die vor allem auf die rücksichtslose Politik des Westens zurückzuführen ist“, sagte Lawrow am Mittwoch in seiner Rede im Föderationsrat (das Oberhaus des russischen Parlaments – Anm. d. Red.).
Auch der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow äußerte sich zum Thema.
„Wir haben das Signal von Präsident Lukaschenko gehört und zur Kenntnis genommen“, sagte er gegenüber Reportern ebenfalls am Mittwoch.
Moskau und Minsk würden ihre Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) ernst nehmen, aber die diesbezügliche Position des Westens würde Fragen aufwerfen, hieß es.
Zuvor teilte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit, dass Belarus Russland sein Territorium für die Stationierung von Atomwaffen anbieten werde, sollten Atomwaffen der Nato-Staaten nach Polen verlegt werden.
„(In diesem Fall) werde ich (dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir) Putin vorschlagen, Atomwaffen nach Belarus zurückzubringen“, sagte Lukaschenko.
Auf die Frage, um welche Systeme es sich dabei handeln würde, antwortete das Staatsoberhaupt: „Wir werden uns auf welches einigen.“ „Die Atomwaffen, die bei einem solchen Kontakt am effektivsten sein werden. Wir sind dafür auf dem Territorium von Belarus bereit“, fügte er hinzu.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gab es auf dem belarussischen Territorium Dutzende von Ladungen für die strategischen Interkontinentalraketen „Topol“ und mehr als tausend taktische Atomsprengköpfe. Der Abzug von Atomwaffen war das Ergebnis der Unterzeichnung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) durch Minsk.
Alexander Lukaschenko spricht während seines Besuchs nach Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 30.11.2021
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