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„Nein zu Fleisch, Bier und Kaffee“ zugunsten der Rettung des Erdklimas – Schweizer Analysten

CC0 / Gerd Altmann / Pixabay / CO2-Zeichen (Symbolbild)
CO2-Zeichen (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.11.2021
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Analysten von der Schweizer Großbank Credit Suisse haben einen Bericht zum Thema „Verantwortungsvolles Leben“ verfasst, in dem sie den Verzicht auf Fleisch, Bier und Kaffee fordern, um das Klima der Erde zu retten.
Hypothetische Konsumenten der Zukunft, die unser Klima schonen wollen, müssten dem Bericht zufolge auf Fleisch, Bier, Kaffee, Fernreisen und Videospiele verzichten, nur noch zweimal am Tag die Toilette spülen, einmal pro Woche baden und nicht mehr als fünf T-Shirts pro Jahr kaufen.
Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass der Lebensstil der Menschen mit hohen СО2-Emissionen einhergeht. Die Bürger in den reichen Ländern stoßen am meisten aus: Die Haushalte in den Industrieländern produzieren 130 Tonnen СО2 pro Jahr, während der weltweite Durchschnitt bei 3,4 Tonnen pro Jahr liegt. Die Analysten haben alle Bereiche des Lebensstils der Menschen untersucht und Vorschläge gemacht, wie sich die Gewohnheiten in Zukunft im Sinne des Klimaschutzes ändern werden.

Was wir jetzt sind

Nach den Berechnungen ermittelten die Autoren des Berichts vier Verbrauchertypen: „Wenig Reisende, die online kaufen“, „Käufer mit durchschnittlicher Mobilität“, „aktive Käufer mit hohem CO2-Fußabdruck“ und „leidenschaftliche Reisende“. Für jeden von ihnen wurde der CO2-Fußabdruck auf der Grundlage ihres Lebensstils berechnet.
Es hat sich herausgestellt, dass die höchsten Emissionen mit aktiven Käufern einhergehen, die sich gerne zu Fuß oder mit dem Auto zum Einkaufen begeben und lange Fahrten unternehmen. Dieser Lebensstil verursacht 25 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Dann folgt der „leidenschaftliche Reisende“, der 17 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht. Geringfügig weniger Emissionen durch reguläre Pendler und Einkäufer – 15 Tonnen CO2 pro Jahr. Ideal für das Klima sind die zu Hause sitzenden Online-Shopping-Fanatiker mit weniger als fünf Tonnen CO2 pro Jahr.

„Die Datenanalyse zeigt, dass die Faktoren, die zu den Hauptemissionen der vier Verbrauchergruppen beitragen, identisch sind. Die Antwort auf die Frage, wie die Emissionen reduziert werden können, liegt also auf der Hand. Reisen Sie weniger intensiv, und wenn Sie reisen, benutzen Sie Verkehrsmittel mit geringen CO2-Emissionen. Es ist besser, mit dem Zug zu fahren oder auf dem nächsten Campingplatz zu campen, als in der ersten Klasse eines Flugzeugs oder in einem Fünf-Sterne-Hotel zu sitzen“, heißt es in dem Bericht.

Was wir werden können

Die Schweizer Analysten haben sich eine Frage gestellt, wie ein idealer Lebensstil aussehen müsste, um die jährlichen menschlichen Emissionen auf 2,5 bis drei Tonnen CO2 pro Jahr zu reduzieren.
Es stellte sich heraus, dass sich die Verbraucher an den folgenden Maßnahmen orientieren sollten. Man müsste auf Fleisch verzichten und stattdessen zweimal pro Woche Huhn und Meeresfrüchte essen. Man kann auch 50 Gramm Schokolade und Chips sowie 25 Gramm Käse essen. Siebenmal pro Woche kann Gemüse auf dem Speiseplan stehen, fünfmal Obst. Nudeln und Kartoffeln kommen nur zweimal pro Woche auf den Tisch.
Bei den Getränken sind Bier, Kaffee und Milch unerwünscht; Wein und Diätlimonade bleiben.
Das Reisen müsste auf einen Kurzstreckenflug pro Jahr reduziert werden. Man könnte fünftausend Kilometer im Jahr mit einem E-Auto fahren, vier Tage in der Woche die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt nutzen, fünfmal eine Mittelstreckenreise und zweimal im Monat eine Fernreise unternehmen. Man könnte keine Fünf-Sterne-Hotels benutzen, höchstens Vier-Sterne-Hotels.
Man könnte dreimal pro Woche dreißig Minuten lang im Fitnessstudio Sport treiben, eine Stunde pro Tag fernsehen, keine Zeit mit Videospielen verschwenden, acht Stunden pro Tag am Schreibtisch sitzen, eine Stunde lang den Laptop benutzen, eine Stunde lang das Smartphone aufladen.
Außerdem werden Sie Ihre Haushaltsgewohnheiten anpassen müssen. Benutzen Sie die Waschmaschine einmal pro Woche, duschen Sie dreimal pro Woche acht Minuten lang, nehmen Sie einmal pro Woche ein Bad und spülen Sie die Toilette nicht mehr als zweimal pro Tag. Sie können auch den Geschirrspüler nur einmal pro Woche und den Backofen dreimal pro Woche benutzen.
Bei der Kleidung könnte der Verbraucher der Zukunft nicht mehr als zwei Paar Jeans für das Jahr, drei Hemden und fünf T-Shirts kaufen. Der CO2-Grenzwert wird nicht mehr für Jacken und Anzüge ausreichen.
Weltklimakonferenz 2021 - SNA, 1920, 13.11.2021
UN-Klimakonferenz pocht auf Kohleausstieg – Erklärung
In dem Bericht heißt es, dass die Autoren versucht haben, die Ursachen für die Emissionen zu analysieren, um so die Herausforderungen aufzuzeigen, denen sich die Welt bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen gegenübersieht.
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