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Inflation: Linken-Chef kritisiert Ampel – „Staat muss Bürger bei Heizen, Strom und Tanken entlasten“

CC0 / Tumisu / Pixabay / Arm (Symbolbild)
Arm (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.11.2021
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Die Inflation erreicht neue Höchst- und Rekordstände. Energie, Sprit und Lebensmittel werden teurer. „Die Bundesregierung muss an dieser Stelle sofort handeln und die Menschen entlasten“, fordert Linken-Spitzenpolitiker Dietmar Bartsch laut Medien und kritisiert dabei die künftige Ampel-Koalition.
Angesichts steigender Inflation hat der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, die künftige Ampel-Koalition zu einem staatlichen Eingreifen aufgefordert. Dies erklärte der Spitzenpolitiker der Linken gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ am Dienstag.
Bartsch sagte, die aktuelle Inflation werde „von alter und neuer Regierung massiv unterschätzt.“ Sie bedeute letztlich Sozialabbau und herbe Kaufkraftverluste für die Mehrheit der Bürger. Er forderte Entlastungen bei den Heiz- und Stromkosten sowie an Tankstellen.
Lohn (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.11.2021
Bundesbank erwartet einen Anstieg der Inflation auf bis zu 6 Prozent
Die Ampel müsse auf die Inflationsbremse treten. Der Koalitionsvertrag ignoriere diese Herausforderung, kritisierte er.

„Insbesondere bei den Energiepreisen kann und muss der Staat eingreifen“, forderte der Linken-Chef. „Hier braucht es vor dem Winteranfang Entlastungen beim Heizen, Strom und Tanken.“

Dietmar Bartsch
Co-Vorsitzender der Fraktion der Linken im Bundestag
In den vergangenen Wochen hatten immer wieder Ökonomen und Finanz-Experten gegenüber SNA News vor steigender Inflation und dem Kaufkraftverlust der Währungen gewarnt. Als Hauptursache nannten sie die unkontrolliert wachsende Geldmenge der Zentralbanken. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank FED fluten nicht erst seit der weltweiten Corona-Krise die Märkte mit Billionen an ungedecktem Geld und treiben damit die Güter- und Verbraucherpreise in die Höhe, so der Kritikpunkt dieser Experten.
Thorsten Polleit - SNA, 1920, 31.10.2021
„Inflation ist politisch gewollt“ – Gold-Experte über Währungsverfall und Weidmann-Nachfolger
Die EZB-Verantwortlichen versuchen in der Zwischenzeit zu beruhigen, so Medien.

EZB: "Inflation nur vorübergehend" – Banker widersprechen

Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Inflation außer Kontrolle geraten sei, erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel am Montag im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF. „Wir gehen davon aus, dass im November der Höhepunkt der Inflationsentwicklung erreicht ist“, sagte die Ökonomin, die auch als neue Chefin der Bundesbank gehandelt wird. Die Teuerungsrate dürfte 2022 wieder allmählich in Richtung zwei Prozent – der EZB-Zielmarke – sinken, kündigte sie an.
Auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält die hohe Teuerung im Euro-Raum demnach „für eine temporäre Erscheinung“ und sieht darin eher ein deutsches Phänomen. „Die vorübergehende Absenkung und Wiederanhebung der Mehrwertsteuer hierzulande mache derzeit etwa 1,2 Prozentpunkte an der deutschen Inflationsrate aus, erklärte sie unlängst auf dem virtuellen European Banking Congress in Frankfurt.“ Hinzu kämen statistische Zerreffekte. So würden bei der Messung der Inflation von Juli bis Dezember Preise mit der höheren Mehrwertsteuer aus diesem Jahr mit denen mit der niedrigeren Steuer 2020 verglichen, sagte sie.
Aber es wird auch berichtet: „Top-Banker und Ökonomen widersprechen Lagarde.“
Angetrieben durch „höhere Energiekosten hatte sich der Anstieg der Verbraucherpreise zuletzt weiter beschleunigt“, meldete kürzlich der „Deutschlandfunk“. Die Inflationsrate stieg demnach im November auf 5,2 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit fast drei Jahrzehnten.
FDP-Parteichef Christian Lindner  - SNA, 1920, 30.10.2021
FDP-Chef Lindner warnt vor Inflationsfolgen: „Verarmungsprogramm“
„Minizuwachs bei Tarifverdiensten: Inflation frisst Lohnerhöhungen auf“, titelte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Dienstag. „Unterm Strich blieb weniger im Portemonnaie: Die Verdienste der Tarifbeschäftigten in Deutschland sind im dritten Quartal im Schnitt nur geringfügig gestiegen – die Inflation aber legte deutlich zu.“ Die Verdienste von Beschäftigten mit Tarifvertrag seien zwar im dritten Quartal des laufenden Jahres gestiegen, „allerdings können sie die hohe Inflation bei Weitem nicht ausgleichen.“
Während die tariflich definierten Verdienste einschließlich Sonderzahlungen um durchschnittlich 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen seien, hätten die Verbraucherpreise in den Sommermonaten gleichzeitig um 3,9 Prozent zugelegt. Daher „schrumpfte die Kaufkraft der Beschäftigten.“ Auch die „Tagesschau“ warnt aktuell vor der „Lohn-Preis-Spirale“. Und weiter:
„Sparer und Verbraucher erleiden derzeit Monat für Monat neue Inflationsschocks.“
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