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Serbiens Staatschef Vucic: Russland trotz Gasmangels vom europäischen Markt verdrängt

© AP Photo / Darko VojinovicSerbiens Präsident Aleksandar Vucic spricht auf einer Pressekonferenz in Belgrad, Serbien (Archivbild)
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic spricht auf einer Pressekonferenz in Belgrad, Serbien (Archivbild) - SNA, 1920, 29.11.2021
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Trotz des Gasmangels in Europa versucht man Russland und seine Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 laut dem serbischen Präsident Aleksandar Vuсiс auf Druck der USA vom europäischen Gasmarkt zu verdrängen. Das teilte Vuсiс in einem Gespräch mit dem serbischen Sender Pink am Sonntagabend mit.
Vucic zufolge haben die Russen ein Problem, das sie nicht gerne besprechen: „Man versucht nämlich, sie politisch zu verdrängen, obwohl es in Europa kein Gas gibt“. Vucic sagte, es fehlten 70 Milliarden Kubikmeter Gas in Europa, wobei 55 Milliarden durch Nord Stream 2 geliefert werden könnten. Der Betrieb der Ostsee-Pipeline werde aber „auf amerikanischen Druck nicht freigegeben“, so Vucic.
Er begrüßte zudem erneut das jüngste Gasabkommen mit Russland, wonach Serbien auch in den nächsten sechs Monaten Gaslieferungen für 270 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter erhalten wird. Mit Ausnahme der GUS-Staaten sei das der günstigste Gaspreis in Europa, betonte der Präsident.
„Ich danke Putin, weil er die Interessen Serbiens respektiert hat“, sagte Vuсiс.
Auch auf die Kritik, wonach dieser Gaspreis gegenüber den 128 US-Dollar für Belarus und 168 US-Dollar für Armenien nicht „brüderlich genug“ ist, ging der serbische Staatschef ein: „Belarus und Armenien sind in der Union mit Russland (Eurasische Wirtschaftsunion – Anm. d. Red.) und es ist normal, dass sie einen günstigen Preis haben“. Seinerseits würde er gerne einen langfristigen Vertrag mit Russland unterschreiben, um den Preis von 270 US-Dollar für Serbien auch fortan zu erhalten.
„Die Moldawier waren mit 410 Dollar zufrieden, und wir haben einen unvergleichlich besseren Preis bekommen, und ich soll nicht zufrieden sein?“, so Vuсiс.
Gas in Moldau - SNA, 1920, 26.11.2021
Moldau zahlt nach Kulanzfrist offene Gasrechnung an Gazprom
Zuvor hatte Vuсiс gesagt, dass die durch den neuen Gasvertrag eingesparten Mittel im Verhältnis zu den aktuellen Börsenpreisen für Brennstoff in Höhe von rund 300 Millionen Euro für den Bau eines Nationalstadions ausreichen würden.
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