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Kampf gegen Pandemie: Mittelstand will Ministerpräsidentenkonferenz und Impfpflicht

© AFP 2021 / John MacdougallMenschen stehen vor dem Impfzentrum auf dem Gelände der Messe Berlin am 24. November 2021
Menschen stehen vor dem Impfzentrum auf dem Gelände der Messe Berlin am 24. November 2021 - SNA, 1920, 29.11.2021
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Zur schnelleren Bewältigung der Corona-Pandemie hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) die amtierende und die künftige Bundesregierung aufgefordert, unter anderem eine Impfpflicht einzuführen und eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zügig einzuberufen. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Montag.
„Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht längst für den Wochenbeginn eine (digitale) Not-MPK unter Einbeziehung der Vertreter der Wirtschaft anberaumt ist“, führt DPA den ersten Paragraph der Zehn-Punkte-Agenda des Mittelstandsverbands an. Der Vorschlagsliste zufolge führt auch an einer Impfpflicht kein Weg vorbei. Der BVMW forderte zudem, alle verfügbaren Betriebsärzte in die Impfkampagne einzubinden.
Impfstoff des US-Herstellers Moderna - SNA, 1920, 24.11.2021
Deutsche Tierärzte wollen sich bei Corona-Impfkampagne einbinden lassen
Für Veranstaltungen sei laut dem Verband die 2G-Plus-Regelung einzuführen, wonach Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit einem PCR-Test gestattet wird. In allen anderen „gesellschaftlichen Bereichen sollte vom zwölften Lebensjahr an ab sofort die 2G-Regelung gelten“, so der BVMW. Bei 2G haben Geimpfte und Genesene auch ohne Test Zutritt.

Pflegekräfte und Klinikpersonal aus dem Ausland

Um die Situation in den Krankenhäusern zu verbessern, sollten Pflegekräften und Klinikpersonal aus dem Ausland laut BVMW Sofort-Arbeitsgenehmigungen in Deutschland erteilt werden. Für höhere Intensivbetten-Kapazitäten müsse die Bundesregierung notfalls in finanzielle Vorleistung treten.
Erforderlich seien ein Notprogramm zur Beschaffung von Impfstoff für Drittimpfungen sowie ein Schnellprogramm zur Entwicklung von Vakzinen gegen neue Varianten, so der Mittelstandsverband. Ein weltweiter „Flug-Lockdown“ für Virus-Hochrisikogebiete wird wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus vom Verband auch gewünscht. „Das gilt auch für Nicht-Direkt-Flüge mit Ziel Deutschland“, zitiert die DPA das Schreiben. Einen Lockdown für Schulen, Unternehmen und Kitas unterstützt der BVMW hingegen nicht.
Mädchen in einer Gesichtsmaske (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.11.2021
Omikron: Neue Corona-Mutante offenbar schon in Deutschland
Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist zuerst im südlichen Afrika entdeckt worden. Am Freitag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie als besorgniserregend eingestuft, weil Omikron mehr Mutationen habe, als die Wissenschaft von anderen besorgniserregenden Varianten weiß. Gleichzeitig kündigten die Europäische Kommission, Deutschland und einige andere Länder am Freitag an, Einreisen aus dem südlichen Afrika einschränken zu wollen. Der südafrikanische Gesundheitsminister Joe Phaahla hält diese Maßnahmen für „unberechtigt“, weil es bisher unklar sei, ob Omikron ansteckender als andere Varianten sei.
CSU-Chef Markus Söder spricht auf einer Veranstaltung zum Auftakt des Wahlkampfs der Union in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 28.11.2021
Jeder Tag des Zögerns „ist ein verlorener Tag“: Söder ruft zu schärferen Corona-Maßnahmen auf
Am Montag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) einen neuen Höchststand. Demnach liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nun bei 452,4. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 446,7, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 29.364 Corona-Neuinfektionen.
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