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Höchster Wert seit 1992: Deutsche Inflationsrate springt auf 5,2 Prozent

Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.11.2021
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Die Teuerung in Deutschland zieht im November an und klettert erstmals seit mehr als 29 Jahren deutlich über die Fünf-Prozent-Marke. Hauptgrund für den kräftigen Anstieg sei die teure Energie, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mit.
Demnach kosteten Waren und Dienstleistungen 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Eine höhere Teuerungsrate gab es zuletzt während des Wiedervereinigungsbooms im Juni 1992 mit 5,8 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur 5,0 Prozent erwartet. Im Oktober hatte die Inflationsrate noch bei 4,5 Prozent gelegen, im September bei 4,1 Prozent.
Größter Preistreiber im November war erneut die Energie: Sie kostete 22,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich um 4,5 Prozent. Bei Dienstleistungen lag das Plus bei 2,8 Prozent, wobei die Wohnungsmieten um 1,4 Prozent anzogen.
Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer darf die Inflation wegen des Wegfalls einiger Sonderfaktoren nach der Jahreswende wieder sinken. Aber wegen der hohen Haushaltsdefizite und der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) gelange weiter zu viel Geld in Umlauf.
Auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel erwartet künftig wieder niedrigere Werte und sieht daher keinen Grund zu einem raschen Kurswechsel. Die Teuerungsrate dürfte 2022 wieder allmählich in Richtung zwei Prozent sinken, der EZB-Zielmarke. Sollte allerdings ein dauerhafter Anstieg der Inflation verzeichnet werden, werde die EZB entschlossen reagieren.
Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der EZB. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum (19 Länder) mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an.
Lohn (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.11.2021
Bundesbank erwartet einen Anstieg der Inflation auf bis zu 6 Prozent
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