Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Brauchen keinen Demokratie-Lehrer: Ungarns Außenminister spricht von mangelndem Respekt seitens USA

© AFP 2021 / Attila KisbenedekPeter Szijjarto
Peter Szijjarto  - SNA, 1920, 28.11.2021
Abonnieren
Neben Russland und China hat auch Ungarn keine Einladung zum Demokratie-Gipfel erhalten, den die Vereinigten Staaten im Dezember veranstalten. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat dem TV-Sender Russia Today (RT) seine Position dazu dargelegt und die USA wegen zahlreicher „Lügen“ über sein Land kritisiert.
In Bezug auf die ausgebliebene Einladung erklärte Szijjártó, dass Ungarn keinen „Richter“ brauche, um den Stand der Demokratie im eigenen Land zu beurteilen.
„Wir sind ein Land mit tausendjähriger Staatlichkeit, mit einer tausendjährigen christlichen Staatlichkeit. Unsere Geschichte ist voller Kämpfe um Freiheit und Souveränität. Und wir brauchen keinen externen Akteur oder Faktor für die Beurteilung des Zustandes unserer Demokratie“, sagte Szijjártó gegenüber dem Fernsehsender RT.
Ungarn sei kein Student, so der Minister weiter, der „für die Abschlussprüfung vorbereitet“ sein müsse.
„Wir brauchen keinen Richter. Wir sind uns unserer Situation absolut bewusst, wir sind stolz auf unsere Demokratie, die Kämpfe in unserer Geschichte um Freiheit, wir sind stolz auf die letzten tausend Jahre, und wir brauchen niemanden, der dies bestätigen würde“, machte der Außenminister deutlich.
In dieser Hinsicht erklärte der ungarische Außenminister, dass das, was die USA über Ungarn behaupteten, „nichts mit der Realität zu tun hat“. Der Minister verwies darauf, dass die USA zuvor, während der vorherigen Amtszeit der Demokraten, Ungarn kritisiert hätten – insbesondere im Zusammenhang mit der neuen Verfassung im Land.
„Ich sage nicht, dass dies ein Problem ist. Wir sind verschieden und können anders denken. Für mich besteht das einzige Problem in diesem Zusammenhang in dem Mangel an gegenseitigem Respekt“, so der Politiker.
Er fügte hinzu, dass Ungarn die Entscheidung der amerikanischen Bürger respektiere, ihre Art voranzukommen. Das Gleiche gelte für „ihre Wahl des Präsidenten“, aber es gebe keinen ähnlichen Respekt für Ungarn. Stattdessen gibt es ihm zufolge viele „Lügen“ und „Fake News“ über Ungarn.
Die USA haben 110 Länder zum virtuellen Demokratie-Gipfel im Dezember eingeladen – darunter fast alle EU-Länder. Eine Einladung erhielten unter anderem der Irak, Indien, Pakistan und Taiwan. China, Russland, Ungarn, der Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde diese Ehre allerdings nicht zuteil.
Die Flaggen der USA und von Taiwan - SNA, 1920, 24.11.2021
Russland und China kritisieren „Demokratie-Gipfel“ der USA

Westliche Migrationspolitik beruht auf „Heuchelei“

Auch zur Migrationspolitik in Europa nahm Szijjártó Stellung und warf den westeuropäischen Ländern „Heuchelei“ vor.
Der Politiker erinnert sich nach eigenen Worten ganz genau, „wer was vor fünf, sechs Jahren (bezüglich der Migrationspolitik Ungarns – Anm. d. Red.) gesagt hat“. Er wisse noch, wie „hart und feindselig“ sein Land damals angegriffen worden sei und welche „sehr unhöflichen Dinge“ Ungarn habe hören müssen.
„Und diejenigen, die sich uns gegenüber so unhöflich verhalten haben, spenden jetzt im Stehen denjenigen Beifall, die sich genauso verhalten wie wir im Jahr 2015“, erklärte Szijjártó.
Auf die Frage, wie sich die Haltung Europas zu diesem Thema in den letzten fünf Jahren verändert habe, sagte der Außenminister, dass es hier um „eine große Heuchelei“ gehe.
„Vielleicht gibt es einige Gemeinsamkeiten, die anders klingen mögen als seit 2015, aber der Sinn der europäischen Migrationspolitik ist leider unverändert geblieben“, so der Außenminister.
Dabei verwies Szijjártó unter anderem auf die neue deutsche Koalitionsregierung, deren Politik seiner Ansicht nach die Migration „sehr aktiv“ unterstützt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала