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Jeder Tag des Zögerns „ist ein verlorener Tag“: Söder ruft zu schärferen Corona-Maßnahmen auf

© AP Photo / Markus SchreiberCSU-Chef Markus Söder spricht auf einer Veranstaltung zum Auftakt des Wahlkampfs der Union in Berlin (Archivbild)
CSU-Chef Markus Söder spricht auf einer Veranstaltung zum Auftakt des Wahlkampfs der Union in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 28.11.2021
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Nach Angaben der deutschen Gesundheitsminister ist die vierte Corona-Welle in Deutschland momentan in vollem Gang – nun kommt die neue Virusvariante Omikron hinzu. Um dem Schlimmsten vorzubeugen, hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die künftige Bundesregierung zum „stärkeren“ Herunterfahren des öffentlichen Lebens aufgerufen.
„Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren“, betonte Söder gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.
Dabei verwies der CSU-Politiker auf die Warnungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die als „Weckruf“ wahrzunehmen gelte: Es brauche jetzt konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspotregionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer, erklärte Söder.
„Jeder Tag des Wartens und Zögerns ist ein verlorener Tag. Ganz Deutschland steuert auf eine Notlage zu, die kommende Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen.“

Auf Ratschläge von Leopoldina hören

Die Leopoldina hatte angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen. Eine Bundesnotbremse müsse noch in dieser Woche beschlossen werden, erklärte der CSU-Chef.
„Wir benötigen wieder ein einheitliches Corona-Management für ganz Deutschland und keinen Flickenteppich“, machte Söder deutlich.
Deshalb brauche es schnellstmöglich eine Ministerpräsidentenkonferenz und ein neues Gesetz, das der dramatischen Situation gerecht werde, heißt es weiter, „und endlich den neuen Bundesgesundheitsminister“.
Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die neue Omikron-Variante auswirken werde, deshalb müssten alle Flüge aus Südafrika gestoppt werden, forderte Söder und fügte hinzu:
„Wir dürfen nichts ausschließen. Im Übrigen braucht es mehr Impfstoff für die Länder, umfangreiche Entschädigungen für die Wirtschaft wie im vergangenen Jahr und eine Impfpflicht für alle ab Januar. Das ist ein Notpaket für Deutschland.“

Erste Omikron-Fälle in Deutschland

Am Samstag sind in München die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden sind dem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zufolge am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen.
Einen weiteren Verdachtsfall hat am selben Tag Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) bekanntgegeben. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika sind demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden worden. Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Ein genaues Ergebnis wird in diesem Fall am Montag erwartet.
Omikron war zuerst im Süden Afrikas entdeckt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die B.1.1.529 genannte neue Coronavirus-Variante als „besorgniserregend“ ein.
Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender ist und zu mehr Krankenhausaufenthalten führt.
Mädchen in einer Gesichtsmaske (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.11.2021
Omikron: Neue Corona-Mutante offenbar schon in Deutschland

Aktuelle Corona-Lage in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 446,7 an.
Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 444,3 gelegen, vor einer Woche bei 372,7 (Vormonat: 130,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 44.401 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 42.727 Ansteckungen gewesen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 104 Todesfälle verzeichnet.
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