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Russischer Botschafter in London warnt vor Gefahr militärischer Eskalation mit Westen

CC0 / U.S. Army / Visual Information Specialist Gertrud Zach / Bundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv)
Bundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv) - SNA, 1920, 28.11.2021
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An der Ostgrenze besteht laut dem russischen Botschafter in London, Andrej Kelin, die Gefahr einer militärischen Eskalation mit dem Westen. Ihm zufolge muss diese Bedrohung abgewandt werden.
Am Samstag sagte der britische Chef des Verteidigungsstabes, Nick Carter, dass Spannungen zwischen Russland und westlichen Ländern wegen jeder „Zufälligkeit“ zu offenen Konflikten führen könnten.
Der russische Botschafter kommentierte Carters Äußerungen in einer Sendung des Radiosenders „The Times“: „Ja, ich stimme zu, es besteht die Gefahr eines Krieges wegen Fehlkalkulationen an unserer Ostgrenze, und das ist das Letzte, was wir möchten. Wir müssen diese Art von Eskalation verhindern, wenn sie vorkommt“.
Er fügte hinzu, dass die Risiken nicht so gravierend seien, wie während des Kalten Krieges.
Ihm zufolge hat Russland seinen westlichen Partnern konkrete Vorschläge unterbreitet, wie ein Konflikt vermieden werden könnte.
„Solche Verhandlungen sollten fortgesetzt werden, wir müssen zu einer Deeskalation kommen. Es gibt Vorschläge von unserer Seite, aber sie sollten analysiert und beantwortet werden. Leider haben wir keine Antwort erhalten“, sagte Kelin.
Gleichzeitig betonte er, dass Russland keine militärische Invasion in die Ukraine plane, dies hätten die russischen Behörden bereits mehrmals erklärt.
Der Botschafter wies auf die erhöhte Kriegsgefahr in der Ukraine aufgrund der Instabilität der Kontaktlinie im Donbass hin. Auf die Frage nach einer möglichen Reaktion Russlands, wenn sich Nato-Truppen in Richtung der Grenze der Ukraine mit Russland bewegen sollten, sagte Kelin: „Dies wird eine weitere Eskalation sein, wir sollten darauf vorbereitet sein. Außerdem müssen wir verstehen, was das Ziel ist – Verteidigung oder ein Angriff auf Russland.“

Vorwürfe gegen Russland aus dem Westen

Seit Anfang November haben sich die Spannungen zwischen dem Westen und Russland wieder deutlich verschärft. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Admiral John Kirby, hat unter Berufung auf das Pentagon Russland „ungewöhnliche militärische Aktivitäten in der Nähe der Ukraine“ vorgeworfen.
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat zunächst erklärt, es habe keine „zusätzliche Verlegung von russischen Einheiten, Waffen und militärischer Ausrüstung an die Staatsgrenze der Ukraine“ festgestellt. Die USA haben ihre Befürchtungen dann mit ihren europäischen Verbündeten geteilt.
Diese wurden unter anderem von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden unterstützt, die der Ukraine weitgehende militärische Unterstützung inklusive der angestrebten Waffenlieferungen versprochen haben. Auch Nato-Chef Stoltenberg hat sich diesen Vorwürfen angeschlossen.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg - SNA, 1920, 26.11.2021
Klare Nato-Signale an Russland: Jeder Einsatz von Gewalt gegen Ukraine „wird Konsequenzen haben“

Russland weist Anschuldigungen zurück

Das russische Außenministerium hat Berichte mehrerer westlicher Medien zurückgewiesen, wonach Russland angeblich Truppen an der Grenze zur Ukraine stationiert haben soll. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, hat in aller Deutlichkeit gesagt, Russland verlege Truppen „innerhalb seines Territoriums und nach eigenem Ermessen“.
Das Land hat wiederholt Vorwürfe des Westens und der Ukraine, „aggressive Aktionen“ zu unternehmen, zurückgewiesen und erklärt, niemanden zu bedrohen. Zudem betonte Moskau, dass Äußerungen über eine „russische Aggression“ als Vorwand benutzt würden, um mehr Nato-Militärausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren.
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