Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Für Omikron nicht verantwortlich: Südafrika sieht sich durch Reisebeschränkungen „bestraft“

© CC0 / Falco / PixabaySüdafrikas Hauptstadt Pretoria
Südafrikas Hauptstadt Pretoria  - SNA, 1920, 28.11.2021
Abonnieren
Südafrika betrachtet die unlängst von vielen Ländern verhängten Reisebeschränkungen, die auf das Aufkommen der neuen Corona-Variante zurückzuführen sind, als Bestrafung für die „fortschrittliche Sequenzierung und die Fähigkeit, neue Varianten schneller zu ermitteln“. Das folgt aus einer Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen.
„Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden“, heißt es.
Die Weltgemeinschaft braucht demnach Zusammenarbeit und Partnerschaften bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.
Das Land sei nicht für den Ausbruch der Coronavirus-Variante Omikron verantwortlich. Die in anderen Ländern aufgetretenen Fälle der neuen Variante stünden nicht in direkter Verbindung mit Südafrika.
Coronavirus in Kiew, Ukraine - SNA, 1920, 28.11.2021
Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt
„Wir stellen auch fest, dass neue Varianten in anderen Ländern entdeckt wurden. Keiner dieser Fälle hatte eine Verbindung nach Südafrika.“
Wie die südafrikanische Außenministerin, Naledi Pandor, betonte, respektiert Südafrika das Recht aller Länder, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um ihre Bürger zu schützen.
Zugleich sollte bedacht werden, dass die Pandemie internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch benötige. Daher habe die südafrikanische Regierung andere Staaten bereits dazu aufgerufen, sich nochmals über die von ihnen beschlossenen Einschränkungen zu beraten.
Zudem hob sie hervor, dass sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Vorsicht bei Reisebeschränkungen ausgesprochen habe.

Neue Corona-Variante

Mehrere EU-Länder, wie Deutschland, Dänemark und Italien, verhängten angesichts des Aufkommens der neuen Virusvariante Reisebeschränkungen.
Die WHO hatte die Variante B.1.1.529 am Freitag als „besorgniserregend“ eingestuft. Experten befürchten, dass die vielen Mutationen der Variante dazu führen, dass sich der Erreger schneller ausbreitet oder die Impfstoffe ihre Schutzwirkung verlieren.
Passagiere warten auf ihre Corona-Testergebnisse  am Flughafen Schiphol in Amsterdam, Niederlande, am 27. November 2021 - SNA, 1920, 27.11.2021
Niederlande: Dutzende Corona-Infizierte kehren aus Südafrika zurück
Die neue Virusvariante erhielt von der WHO die offizielle Bezeichnung Omikron – nach dem griechischen Buchstaben. Sie wurde nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in Südafrika mittels einer genetischen Analyse eines Abstrichs entdeckt, der vom 9. November stammt. Mittlerweile steige offenbar die Zahl der Infektionen mit dieser Virusvariante in nahezu allen Provinzen Südafrikas. Die neue Virusvariante sei bislang weniger als 100 Mal genetisch sequenziert worden. Am Freitag hatte Belgien als erstes EU-Land eine Infektion mit Omikron bestätigt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала