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Inbetriebnahme von Nord Stream 2 wäre auch ohne Zertifizierung möglich – Zeitung

© SNA / Dmitri Lelchuk / Zur Bilddatenbank Logistikzentrum von Nord Stream 2 im Hafen Mukran
 Logistikzentrum von Nord Stream 2 im Hafen Mukran  - SNA, 1920, 28.11.2021
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Die Inbetriebnahme einer Pipeline, darunter Nord Stream 2, wäre auch ohne Zertifizierung durch die Bundesnetzagentur möglich. Darüber schreibt das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Insider.
Laut dem Blatt kamen solche Präzedenzfälle bereits in der Vergangenheit vor. So gingen die „Nordeuropäische Erdgasleitung“ (NEL) sowie die Ferngasleitung EGL 401 zunächst in Betrieb, ohne dass die Zertifizierung bereits erteilt gewesen wäre.
Indes betonte die Bundesnetzagentur, dass die beiden Altfälle mit dem Projekt Nord Stream 2 keinesfalls vergleichbar seien.
„Eine Schlussfolgerung aus diesen beiden Verfahren für laufende oder künftige Verfahren ist nicht möglich. Dazu unterscheiden sich die zu prüfenden Unternehmen und die Sachverhalte in der Zertifizierung zu sehr“, sagte ein Sprecher der Behörde.
Des Weiteren schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Bundesnetzagentur, dass bei Inbetriebnahme ohne Zertifizierung ein einmaliges Bußgeld in Höhe von „bis zu einer Million Euro“ drohen könnte. Der Betrag erscheine aber überschaubar, denn die Investitionen in den Bau von Nord Stream 2 würden auf mindestens zehn Milliarden Euro geschätzt.
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„Angesichts des anhaltend hohen Gaspreisniveaus könnte es für den Betreiber verlockend sein, die Leitung rasch in Betrieb zu nehmen, zumal Gazprom dadurch Transitgebühren für die Durchleitung von Gas durch die Ukraine sparen würde“, so die Zeitung.

Nord Stream 2

Mitte September hatte der russische Konzern Gazprom die Fertigstellung der Gasleitung Nord Stream 2 bekanntgegeben. Anfang Oktober wurde verkündet, dass der erste Strang der Pipeline bereits mit Gas befüllt worden sei.
Unmittelbar danach hatte der Betreiber der Pipeline eine Zertifizierung als unabhängiger Transportnetzbetreiber bei einer Beschlusskammer der deutschen Bundesnetzagentur beantragt und alle notwendigen Unterlagen eingereicht.
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Mitte November hatte die Bundesnetzagentur mitgeteilt, die Zertifizierung der Nord Stream 2 AG als unabhängigen Betreiber der Pipeline vorläufig ausgesetzt zu haben.
Der Betreiber müsse eine Tochtergesellschaft nach deutschem Recht gründen und erneut vollständige Unterlagen für die Zertifizierung einreichen. Erst dann würde das Zertifizierungsverfahren wiederaufgenommen. Dies könnte dem EU-Recht nach bis zu vier Monate in Anspruch nehmen.
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