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Illegale Corona-Impfaktion am Flughafen Lübeck – Polizei greift ein

© SNA / Gustavo Vallente / Zur BilddatenbankImpfung gegen das Coronavirus in Spanien
Impfung gegen das Coronavirus in Spanien  - SNA, 1920, 28.11.2021
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Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Samstag eine unzulässige Impfaktion aufgelöst. Der Polizei zufolge besteht der Verdacht, dass der verabreichte Corona-Impfstoff nicht zugelassen ist. Der Flughafen gehört dem Mediziner Winfried Stöcker, der 2020 sein eigenes Vakzin entwickelt und damit für Unruhe gesorgt hat.
Demnach sollen 50 Personen eine Spritze bekommen haben, bevor die Aktion von der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst gestoppt worden ist. Die Behörde geht nach eigenen Angaben davon aus, dass damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) vorliegt.
Bei Eintreffen der Beamten gegen 15.00 Uhr seien 80 Personen vor dem Flughafengebäude festgestellt worden, später seien noch weitere Menschen zugeströmt. Etwa 150 Impfwillige hätten sich in der Abfertigungshalle aufgehalten.
Geimpft wurde den Angaben zufolge in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Zu diesem Zeitpunkt habe kein Flugverkehr stattgefunden, berichtet die Polizeidirektion Lübeck.
Die Beamten stellten Impfproben, genutzte Spritzen sowie Impflisten sicher und nahmen von den anwesenden Personen die Personalien auf. Weitere Detailangaben würden zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht, hieß es. Diese würden in der kommenden Woche nach Absprachen der beteiligten Ämter und Behörden folgen.
Der Inhaber des Flughafens ist der Unternehmer und Mediziner Winfried Stöcker, der seinen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus erfunden hat. Im Frühling 2020 hatte sein Büro bestätigt, dass er diesen an sich selbst getestet hatte.

Wegen eigenen Impfstoffs mehrmals verklagt

Winfried Stöcker ist Mediziner, Honorarprofessor in Lübeck und Professor im chinesischen Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hat. Im Mai 2020 ist es ihm laut eigenen Aussagen gelungen, „die beste Impfung gegen Covid-19“ zu entwickeln.
Seinen auf einem Virusprotein basierten Impfstoff soll er im Selbstversuch getestet und danach die Antikörper-Konzentration in seinem Blut untersucht haben. Wie Stöcker später berichtet hat, hat er das Vakzin nach sich auch vier Familienmitgliedern und anschließend zahlreichen Freunden, Mitarbeitern sowie mehreren Freiwilligen verabreicht – ohne entsprechende Genehmigung.
Zahlreiche Experten haben Stöcker damals heftig kritisiert und ihm „Menschenversuche“ und „Körperverletzung" vorgeworfen. Stöcker soll aber erwidert haben, dass es sich dabei um einen „ganz kleinen, ungefährlichen Wirkstoff“ handle.
Sars-CoV-2 - SNA, 1920, 06.03.2021
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Der Mediziner hatte bereits im Mai 2020 eine Mail an Christian Drosten geschrieben und seine Ergebnisse mit dem Chefvirologen der Berliner Charité geteilt. Dieser soll geantwortet haben, dass er den Selbstversuch gut nachvollziehen könne, hat aber zu bedenken gegeben, dass die Produktion eines Impfstoffes hohe Qualitätsansprüche erfüllen müsse, wenn er vermarktet werden solle.
Während Drosten im Nachhinein klargestellt hat, dass er das Ganze als „diagnostische Untersuchung und weniger als einen Test der Impfstoff-Wirksamkeit“ sehe, hat Stöcker die Ergebnisse an das Paul-Ehrlich-Institut geschickt, das in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist.
Nach den Angaben des Senders Spiegel TV haben das Paul-Ehrlich-Institut und das Landesamt für soziale Dienste (LAsD) in Schleswig-Holstein gegen ihn daraufhin zwei Anzeigen wegen einer „nicht genehmigten klinischen Prüfung“ erstattet. Stöcker war vom FDP-Bundestagsabgeordneten und Anwalt Wolfgang Kubicki im Verfahren vertreten worden.
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