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Wiederholt gegen Corona-Maßnahmen verstoßen – Polizei macht Bäckerei in Hessen dicht

CC0 / planet_fox / Pixabay / Einsatz der deutschen Polizei (Symbolbild)
Einsatz der deutschen Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.11.2021
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Im hessischen Odenwald hat die Polizei in einer Kleinstadt eine Bäckerei geschlossen. Der Bäcker und seine Angestellten sollen mehrfach gegen die geltenden Corona-Verordnungen verstoßen haben. Zudem vermutet die Polizei, dass der Mann Mitarbeitern Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausstellte.
Am Freitagmittag rückten rund 20 Polizisten an und schlossen das „Café Zeitlos“, wie die „Bild“ berichtet. Demnach liege der Verdacht nahe, der Bäcker habe seinen Angestellten Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt. Er selbst soll zudem keinen Mundschutz getragen und seine Mitarbeiter dazu aufgefordert haben, es ihm gleichzutun.
Bereits am Donnerstag habe die Polizei den Betrieb aufgesucht, nachdem mehrere Beschwerden von Kunden über unzureichende Schutzmaßnahmen bei der Behörde eingegangen seien. Bis zum Abend sei es auf der Straße vor dem Bäcker zu Protesten gekommen. Das „Odenwälder Journal“ berichtete in diesem Zusammenhang von rund 150 Menschen, die bis in die Abendstunden protestiert haben sollen.
Freunde und Kunden hätten sich ebenso mit dem Masken-Verweigerer solidarisiert, berichtete die „Bild“. Auch auf Twitter sprachen einige Nutzer dem Café ihre Unterstützung zu. Eine sich mit dem Laden solidarisch zeigende Nutzerin schrieb etwa von einer Weigerung der Beachtung „der unsinnigen/-logischen Regeln“ – und „vor allem der Spaltung“.
Ein anderer Twitter-Nutzer rief zur Unterstützung der Bäckerei auf.
Laut einem Polizeisprecher habe die Zusammenkunft weitgehend friedlich geendet, dennoch sei der Bäcker aufgefordert worden, seinen Laden zuzumachen. Allerdings habe er sich den Anweisungen widersetzt und am Freitagmorgen wie gewohnt seine Bäckerei geöffnet. Und wieder habe Personal ohne Maske hinter der Theke gestanden.
Gegen 13.00 Uhr sei dann die Polizei mit mehreren Einsatzkräften angerückt und habe das Geschäft geschlossen. Diesmal blieb es aber dem „Odenwälder Journal“ zufolge bis auf vereinzelte Beschimpfungen der Polizei durch Passanten und Kunden ruhig.
Deutscher Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) - SNA, 1920, 27.11.2021
„Infektionsgeschehen aggressiver als gedacht“: Lauterbach erwartet weitere Einschränkungen

Bürgermeister kommentiert Vorfall

Der Betrieb habe „bis auf Weiteres“ keine Erlaubnis zu öffnen, berichtet das Blatt unter Berufung auf das Landratsamt. Am Freitag sind die Geschäftsräume in Erbach amtlich versiegelt worden.
Auch Bürgermeister Dr. Peter Traub hat Stellung zum Vorfall genommen und das Vorgehen des Gesundheitsamtes begrüßt:
„Ich respektiere die unterschiedlichen persönlichen Haltungen zum Thema Impfen und den erlassenen Maßnahmen. Aber auch diejenigen, die diese Maßnahmen für überzogen oder gar falsch halten, müssen sich dennoch an sie halten – und zwar ohne Wenn und Aber.“
Jetzt sei der Punkt gekommen, wo konsequent gehandelt werden müsse. „Und wir werden dies auch weiterhin tun!“, betonte Traub.
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