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Migranten auf Lesbos müssen weiter in Übergangs-Camps überwintern

© SNA / Michail Voskresenskiy  / Zur BilddatenbankFlüchtlingslager auf Lesbos
Flüchtlingslager auf Lesbos  - SNA, 1920, 27.11.2021
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Ein Jahr nach der Einigung der EU und Griechenlands auf den Bau eines neuen Aufnahmezentrums für Flüchtlinge haben die Bauarbeiten noch nicht einmal begonnen. Rund 2550 Menschen müssen auch diesen Winter in provisorischen Unterkünften und Containern auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios verbringen.
Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die EU-Kommission. Allein auf Lesbos leben demnach weiterhin rund 2200 Migranten im Übergangs-Lager Kara Tepe, das vor gut einem Jahr in Windeseile errichtet worden war. Kurz davor hatte ein Großbrand das berüchtigte Auffanglager Moria fast vollständig zerstört.
„Die Ausschreibungsverfahren für die Einrichtungen auf Lesbos und Chios laufen noch“, teilte die EU-Kommission mit.
Derzeit gebe es noch einen Rechtsstreit, den die Gemeinde Chios auf der gleichnamigen Insel angestrengt habe. Auch auf Lesbos sind Klagen anhängig. Bevor die Bauarbeiten beginnen, muss der höchste griechische Verwaltungsgerichtshof entscheiden.
Die EU-Kommission verspricht, in Zusammenarbeit mit den Behörden sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse der Menschen im Übergangslager erfüllt würden. Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis habe zugesichert, dass niemand den Winter in Zelten verbringen müsse. „Der Austausch aller Zelte durch Container und Wohneinheiten läuft und wird voraussichtlich in Kürze abgeschlossen.“
Migrantenlager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos (Archivbild) - SNA, 1920, 16.02.2021
CDU-Politiker Kauder: Migranten von Lesbos aufnehmen
Die EU hatte Anfang Dezember 2020 mit den griechischen Behörden einen Plan dafür vereinbart, bis Anfang September 2021 ein neues, den Anforderungen entsprechendes Aufnahmezentrum auf der Insel Lesbos zu errichten. Der Bau des Lagers sollte ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Lage nach dem verheerenden Brand im Lager Moria sein.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte damals, die Vereinbarung zeige, „wie Europa und Griechenland sich Seite an Seite für die Menschen auf den Inseln einsetzen“. Und: „Wir schaffen menschenwürdige Bedingungen für ankommende Migranten und Flüchtlinge und unterstützen gleichzeitig die Gemeinschaften auf den griechischen Inseln.“
Immerhin sollen an diesem Samstag die neuen Auffanglager auf Kos und Leros eröffnet werden, berichtet die DPA weiter. Das Zentrum auf der Insel Samos nahm bereits im September den Betrieb auf.
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