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Mehrere Haftbefehle nach Grubenunglück mit mehr als 50 Toten in Russland

© SNA / Aleksandr KrjadschewEin Plakat vor dem Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass)
Ein Plakat vor dem Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass)  - SNA, 1920, 27.11.2021
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Nach dem schweren Unglück mit mehr als 50 Toten in einem russischen Kohlebergwerk im Westen Sibiriens haben die Justizbehörden mehrere Haftbefehle gegen die für die Sicherheit Verantwortlichen erwirkt.
In Untersuchungshaft kamen am Samstag bis zum 25. Januar der Direktor des Kohleschachts „Listwjaschnaja“, sein Stellvertreter und der Chef einer Abteilung des Bergwerks, teilte ein Gericht im Gebiet Kemerowo mit. Ihnen werde der Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften bei gefährlichen Objekten, welcher zum Tod von zwei oder mehr Personen führte (Artikel 216 Teil 3 des Strafgesetzbuches Russlands) vorgeworfen.
Zwei leitende Mitarbeiter der staatlichen Aufsichtsbehörde Rostekhnadsor, denen Fahrlässigkeit vorgeworfen werde, würden bis zum 26. Januar in Untersuchungshaft bleiben.
Keiner der Angeklagten habe sich schuldig bekannt.
Im Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen eine Methangas-Explosion ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach Angaben der regionalen Behörden 285 Menschen in der Grube auf, 239 Arbeiter konnten gerettet werden. Mindestens 51 Menschen kamen bei dem schweren Grubenunglück ums Leben. Mehr als 60 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt.
Einsatzkräfte nahmen unterdessen die zeitweilig wegen Explosionsgefahr eingestellten Arbeiten zur Bergung der Toten wieder auf. Das teilte der Gouverneur von Kemerowo, Sergej Ziwiljow, am Samstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. „Wir müssen alle herausholen“, sagte er.
Nach schwerem Unglück im russischen Bergwerk Listwjaschnaja - SNA, 1920, 26.11.2021
Schweres Unglück im russischen Bergwerk – Überlebender gefunden
Es handelt sich um das schwerste Grubenunglück in Russland seit mehr als zehn Jahren. Das Bergwerk liegt rund 3000 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau.
Nach Angaben von Ermittlern hatte sich in dem Schacht bereits seit Mitte Juni Methan in der Luft angesammelt. Dadurch sei ein explosives Gemisch entstanden, hieß es. Das leicht entzündliche Grubengas Methan wird durch die Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Strecken unter Tage an.
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