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Bankett während Trauer um Bergleute: Bürgermeister aus Partei „Einiges Russland“ ausgeschlossen

© SNA / Ramil Sitdikow / Zur BilddatenbankTrauer um die Opfer eines schweren Unglücks in dem Bergwerk "Listwjaschnaja" in Russland
Trauer um die Opfer eines schweren Unglücks in dem Bergwerk Listwjaschnaja in Russland - SNA, 1920, 27.11.2021
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Der Bürgermeister der russischen Stadt Prokopjewsk im Süden des Kusnezker Kohlenbeckens (Kusbass) im Westen Sibiriens, Wjatscheslaw Startschenko, und die Sprecherin des Stadtrats Natalja Burdina müssen nach einem Bankett während der dreitägigen Trauer in der Region Konsequenzen ziehen.
Beide sind aus der Partei „Einiges Russland“ ausgeschlossen worden, teilte der Sekretär der Kusbass-Abteilung der Partei, Senator Alexei Sinitsyn, am Samstag mit.
„Das Präsidium des regionalen politischen Rates der Kusbass-Regionalabteilung der Partei ‚Einiges Russland‘ hat am 26. November beschlossen, dem Bürgermeister Wjatscheslaw Startschenko und der Vorsitzenden des Stadtrates und Volksabgeordneten Natalja Burdina die Mitgliedschaft in der Partei zu entziehen“, sagte Sinitsyn.
Der Gouverneur von Kusbass, Sergej Zivilew, ordnete nach dem schweren Grubenunglück am Donnerstag mit mehr als 50 Toten eine dreitägige Trauer in der Region an. Es habe gerade in der Verantwortung von Startschenko und Burdina gelegen, die Entscheidung des Gouverneurs bekannt zu geben und deren Einhaltung zu kontrollieren, betonte Sinitsyn.
„Beide werden auch ihre kommunalen Ämter verlassen”, fügte Sinitsyn hinzu.
Am Freitag teilte Ziwiljow mit, Startschenko habe anlässlich seiner Ernennung auf den Posten während der Trauer um die Opfer des schweren Unglücks in dem Kohleschacht „Listwjaschnaja“ in Kusbass ein Bankett abgehalten. Daraufhin wurde der Bürgermeister, der nur einen Tag auf diesem Posten tätig war, gefeuert.
Im Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen eine Methangas-Explosion ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach Angaben der regionalen Behörden 285 Menschen in der Grube auf, 239 Arbeiter konnten gerettet werden. Mindestens 51 Menschen kamen bei dem schweren Grubenunglück ums Leben. Mehr als 60 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt.
Einsatzkräfte nahmen unterdessen die zeitweilig wegen Explosionsgefahr eingestellten Arbeiten zur Bergung der Toten wieder auf. Das teilte Ziwiljow, am Samstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. „Wir müssen alle herausholen“, sagte er.
Es handelt sich um das schwerste Grubenunglück in Russland seit mehr als zehn Jahren. Das Bergwerk liegt rund 3000 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau.
Ein Plakat vor dem Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass)  - SNA, 1920, 27.11.2021
Mehrere Haftbefehle nach Grubenunglück mit mehr als 50 Toten in Russland
Nach Angaben von Ermittlern hatte sich in dem Schacht bereits seit Mitte Juni Methan in der Luft angesammelt. Dadurch sei ein explosives Gemisch entstanden, hieß es. Das leicht entzündliche Grubengas Methan wird durch die Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Stollen unter Tage an.
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