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27 russische Diplomaten sollen USA am 30. Januar verlassen – Botschafter

© SNA / Ilja Pitaljow / Zur BilddatenbankDer Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Russlands in den USA, Anatoli Antonow (Archiv)
Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Russlands in den USA, Anatoli Antonow (Archiv) - SNA, 1920, 27.11.2021
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Laut dem russischen Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, werden 27 russische Diplomaten mit ihren Familien am 30. Januar aus den USA ausreisen. Antonow äußerte sich in der Youtube-Sendung „Solowjew Live“ am Samstag zu den aktuellen Entwicklungen in den russisch-amerikanischen Beziehungen.
„Unsere Diplomaten werden rausgeschmissen. Am 30. Januar werden 27 Personen mit ihren Familien die USA verlassen“, sagte Antonow.
Ihm zufolge werden den Ehefrauen von Diplomaten Akkreditierungen entzogen und ihren Kindern keine Visen erteilt. Antonow bezeichnete dies als eine „Politik der Trennung“ seitens der USA. Das Vorgehen stehe im Widerspruch zu dem von den USA deklarierten „behutsamen Umgang“ mit Familienwerten, so der russische Botschafter in Washington.
Antonow bemängelte zudem den „einseitigen Umgang“ der USA mit Russland.
„Die US-amerikanische Regierung hat ihre ablehnende Haltung uns gegenüber nicht geändert. Wir werden hier immer noch als Gegner betrachtet. Sie versuchen, mit uns nur über Themen zu sprechen, die für sie (die USA – Anm. d. Red.) selbst von Interesse sind“, so der Diplomat.
Obwohl „die Fiktion“ über die Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 wiederlegt worden sei, so Antonow, würden die US-Sanktionen nicht aufgehoben. Die US-Politiker würden „die Informationen zu ihren eigenen Gunsten verdrehen“ und über die Notwendigkeit sprechen, neue Sanktionen einzuführen, anstatt die Sanktionspolitik zu ändern.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow - SNA, 1920, 21.11.2021
Verhalten „nicht ganz anständig“: Kreml erinnert Nato an ihre Militärübungen in Ukraine
Antonow verwies darauf, dass es einige positive Entwicklungen in den russisch-amerikanischen Beziehungen gebe, etwa beim Thema Cybersicherheit. Außerdem seien die Kontakte zwischen den beiden Ländern in letzter Zeit regelmäßiger geworden – die „Qualität“ dieser Kontakte habe sich allerdings nicht gebessert.
„Die Atmosphäre hier (in den USA – Anm. d. Red. ) ist nach wie vor von Russophobie vergiftet“, betonte Antonow.
Die Anschuldigungen der westlichen Länder, Russland stelle eine militärische Bedrohung für die Ukraine dar, bezeichnete Antonow als „Hysterie“, hinter der möglicherweise Versuche stehen, die Versäumnisse in der Politik des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski zu verbergen.
„Diese Hysterie, die heute in Bezug auf die angebliche russische Bedrohung einfach offensichtlich ist, ist meiner Meinung nach ein Versuch, die Versäumnisse des derzeitigen Präsidenten der Ukraine zu rechtfertigen“, so Antonow.
„Wir sind offen und sagen ständig sowohl in den Medien als auch den Politikwissenschaftlern und der US-Regierung: Russland hat nicht vor, jemanden anzugreifen“, betonte der Diplomat.
Die Darstellung, Russland könnte das Potenzial der Nato in der Ukraine und am Schwarzen Meer fürchten, sei jedoch eine gefährliche Täuschung, betonte Antonow.
General Nick Carter  - SNA, 1920, 27.11.2021
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„Die Erschließung des Schwarzen Meeres und des ukrainischen Territoriums durch die Nato-Staaten ist im Gange. Hier (in den USA – Anm. d. Red.) gibt es Vermutungen, dass in der Ukraine ein verzweifelter Kopf oder eine Gruppe von Kämpfern auftauchen könnten, die versuchen werden, die Stärke der russischen Verteidigung zu testen, in der Hoffnung, dass wir aus Angst vor dem Potenzial der Nato nicht antworten werden“, sagte Antonow. „Ich möchte klarstellen und hervorheben: Dies ist eine sehr gefährliche Täuschung“, betonte der Diplomat.

Vorwürfe gegen Russland aus dem Westen

Seit Anfang November haben sich die Spannungen zwischen dem Westen und Russland wieder deutlich verschärft. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Admiral John Kirby, hat unter Berufung auf das Pentagon Russland „ungewöhnliche militärische Aktivitäten in der Nähe der Ukraine“ vorgeworfen.
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat zunächst erklärt, es habe keine „zusätzliche Verlegung von russischen Einheiten, Waffen und militärischer Ausrüstung an die Staatsgrenze der Ukraine“ festgestellt. Die USA haben ihre Befürchtungen dann mit ihren europäischen Verbündeten geteilt.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg - SNA, 1920, 26.11.2021
Klare Nato-Signale an Russland: Jeder Einsatz von Gewalt gegen Ukraine „wird Konsequenzen haben“
Diese wurden unter anderem von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden unterstützt, die der Ukraine weitgehende militärische Unterstützung inklusive der angestrebten Waffenlieferungen versprochen haben. Auch Nato-Chef Stoltenberg hat sich diesen Vorwürfen angeschlossen.
Das russische Außenministerium hat Berichte mehrerer westlicher Medien zurückgewiesen, wonach Russland angeblich Truppen an der Grenze zur Ukraine stationiert haben soll. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, hat in aller Deutlichkeit gesagt, Russland verlege Truppen „innerhalb seines Territoriums und nach eigenem Ermessen“.
Britischer Soldat  - SNA, 1920, 26.11.2021
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