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Spahn übt Kritik an Baerbocks Aussagen: Pflegekräfte „haben keine zehn Tage zum Schauen“

© Bundesministerium für GesundheitBundesgesundheitsminister Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 26.11.2021
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach ihren Worten in Bezug auf die „zehn Tage“ Zeit für die Verschärfung der Corona-Maßnahmen kritisiert. Spahn zufolge muss man vor dem Hintergrund der dramatisch steigenden Zahlen der Corona-Neuinfektionen dringend über weitere Schritte beraten.
Im Zuge einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag betonte Spahn die Notwendigkeit, Kontakte „massiv“ zu reduzieren. „Umso stärker wir jetzt auf die Bremse treten, desto besser“, hieß es.
Mit Blick auf vergangene Aussagen, es sei bereits „fünf nach zwölf“ oder „zehn nach zwölf“, sagte Spahn:
„Es ist mittlerweile halb eins, aber der Weckruf ist noch nicht überall angekommen.“
Die Lage sei dramatisch ernst, „so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie“. Spahn forderte eine konsequente Umsetzung der 2G-Plus-Regelung.
Spahn kritisierte zudem die Ampel-Parteien: Dieser Übergang zwischen einer bisherigen Regierung und einer neuen dürfe nicht zu Verzögerungen führen. Einige würden sagen, man wolle erst einmal schauen und sich zehn Tage Zeit geben, so der Bundesgesundheitsminister, aber „die Pflegekräfte auf den Intensivstationen haben keine zehn Tage zum Schauen.“
Damit bezog sich Spahn auf die Aussage in den ARD-„Tagesthemen“ von Grünen-Chefin Annalena Baerbock:
„Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben, um zu sehen, sind wir bei den Booster-Impfungen, sind wir bei den Schutzmaßnahmen weit genug gekommen.“
Die beste Lösung wäre eine Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bund schon in den nächsten Tagen, sagte Spahn.
Jens Spahn und Lothar Wieler - SNA, 1920, 26.11.2021
Spahn und Wieler fordern dringende Kontaktreduzierungen – „jetzt sofort!“

Aktuelle Corona-Situation in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat wieder einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 76.414 Fälle in 24 Stunden. Vor genau einer Woche waren es 52.970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an – ebenfalls ein Höchstwert. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (im Vormonat: 113,0).
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.650.170 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.
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