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Während Region um Bergleute trauert: Frisch ernannter Bürgermeister gibt Bankett – und wird gefeuert

© SNA / Ramil Sitdikow / Zur BilddatenbankTrauer um die Opfer eines schweren Unglücks in dem Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass, Westen Sibiriens)
Trauer um die Opfer eines schweren Unglücks in dem Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass, Westen Sibiriens) - SNA, 1920, 26.11.2021
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Der Bürgermeister der russischen Stadt Prokopjewsk im Süden des Kusnezker Kohlenbeckens (Kusbass) im Westen Sibiriens, Wjatscheslaw Startschenko, soll anlässlich seiner Ernennung auf den Posten während einer Trauerfeier in der Region ein Bankett abgehalten haben.
Laut dem Gouverneur des Gebietes Kemerowo, Sergej Ziwiljow, ist Startschenko daraufhin entlassen worden.
Im Gebiet Kemerowo, wo sich die Stadt Prokopjewsk befindet, wurde vom 26. bis 28. November eine dreitägige Trauer um die Opfer des schweren Unglücks im Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken verkündet.
„In Prokopjewsk beschlossen die Verwaltungsbeamten, die Ernennung des neuen Bürgermeisters, Wjatscheslaw Startschenko, zu feiern. Während der gesamte Kusbass und das ganze Land mit schweren Herzen die Nachrichten aus Listwjaschnaja verfolgten, zu einer Zeit, als sich jeder Einwohner der Region Sorgen um die Bergleute und Retter machte“, schrieb Ziwiljow in seinem Telegram-Kanal.
Der Gouverneur fügte hinzu, dass er kaum Worte finde, um diese Situation zu beschreiben.
„Die Leute, die bei diesem Bankett waren, haben anscheinend kein Herz, da sie es sich leisten konnten, in einem für uns alle so schrecklichen und schwierigen Moment etwas zu feiern. Wjatscheslaw Startschenko wurde bereits entlassen“, betonte er.
Im Bergwerk „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen eine Explosion ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach Angaben der regionalen Behörden 285 Menschen in der Grube auf, 239 Arbeiter konnten gerettet werden. Mindestens 52 Menschen kamen bei dem schweren Grubenunglück ums Leben. 49 Menschen, darunter elf Zivilschützer, werden in Krankenhäusern behandelt.
Grubenunglück im Schacht „Listwjaschnaja“ - SNA, 1920, 25.11.2021
Mindestens 52 Tote bei Grubenunglück in Sibirien
Am Freitag wurden dem Gouverneur zufolge die Leichen von drei Bergleuten und drei Rettern aus dem Schacht gehoben. Experten rechnen damit, dass es wegen Explosionsgefahr Tage dauern könnte, bis alle Toten aus der Grube geborgen werden. Laut Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan sollten Luftproben unter Tage genommen werden, um festzustellen, ob weiter Explosionsgefahr drohe. Der Gouverneur ordnete eine Überprüfung aller Bergwerke in der Region an und setzte eine dreitägige Trauer an.
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