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SPD bleibt stärkste Kraft, 43 Jahre unschuldig im Gefängnis – Menschen spenden nach Freilassung

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 26.11.2021
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Grüne Urabstimmung über Koalitionsvertrag und Personalien beginnt; SPD bleibt stärkste Kraft; Brasiliens ehemaliger NOK-Chef wegen Korruption verurteilt; Tote Bergleute werden geborgen; 43 Jahre unschuldig im Gefängnis – Menschen spenden nach Freilassung; Polen untermauert Anspruch auf Weltkriegsreparationen
SNA präsentiert in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Grüne Urabstimmung über Koalitionsvertrag und Personalien beginnt

Einen Tag später als geplant beginnt heute die Urabstimmung der Grünen über den Koalitionsvertrag mit SPD und FDP. Die 125.000 Parteimitglieder können auch über die künftigen grünen Ministerinnen und Minister abstimmen. Interne Querelen um die geplante Besetzung der Kabinettsposten hatten den Auftakt der Urabstimmung verzögert. Der Realo Cem Özdemir soll nun Minister für Landwirtschaft und Ernährung werden. Der linke Flügel hatte sich gegen diese Besetzung gewehrt, weil damit kein Platz mehr im Kabinett für Fraktionschef Anton Hofreiter ist.

SPD bleibt stärkste Kraft

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD einer Umfrage zufolge wieder stärkste Kraft werden. 25 Prozent der Wahlberechtigten würden ihr Kreuz bei der SPD machen, wie eine Umfrage des Instituts Yougov heute ergab. Bei der Bundestagswahl im September kam die Partei auf 25,7 Prozent. CDU/CSU würden derzeit 23 Prozent wählen. Dieser Wert liegt leicht unter dem tatsächlichen Wahlergebnis der Union bei der Bundestagswahl von 24,1 Prozent. Den Grünen würden demnach 16 Prozent ihre Stimme geben, ein leichter Zuwachs gegenüber dem Ergebnis im September von 14,8 Prozent. Die FDP kommt aktuell auf elf Prozent – bei der Bundestagswahl lag sie bei 11,5 Prozent. Die AfD könnte sich der Umfrage zufolge über einen Zuwachs von 10,3 Prozent auf zwölf Prozent freuen. Auch die Linke würde ein besseres Ergebnis erzielen: Lag sie bei der Bundestagswahl noch bei 4,9 Prozent, käme sie jetzt auf sechs Prozent.

Brasiliens ehemaliger NOK-Chef wegen Korruption verurteilt

Der ehemalige Vorsitzende des Brasilianischen Olympischen Komitees, Carlos Nuzman, ist im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe der Sommerspiele in Rio 2016 zu 30 Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf ein Gericht in Rio de Janeiro am Donnerstagabend (Ortszeit). Außer Nuzman wurden den Berichten zufolge auch der ehemalige Marketing-Chef des COB, Leonardo Gryner, zu 13 Jahren und zehn Monaten und der bereits wegen anderer Korruptionsfälle verurteilte Ex-Gouverneur von Rio de Janeiro, Sergio Cabral, zu zehn Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Tote Bergleute werden geborgen

Nach dem schwersten Grubenunglück in Russland seit Jahren mit 52 Toten wollen die Rettungskräfte die Suche nach den verunglückten Bergleuten fortsetzen. Die Arbeiten waren gestern nur wenige Stunden nach dem Unglück wegen Explosionsgefahr unterbrochen worden. Rettungskräfte und lokale Behörden erklärten nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen, dass niemand überlebt habe. Das Schicksal von 35 Bergleuten war über Stunden unklar. Hoffnungen, Überlebende zu finden, waren gering. Die Leichen sollen nun aus der Grube geborgen werden.

43 Jahre unschuldig im Gefängnis – Menschen spenden nach Freilassung

Tausende Menschen haben für einen Mann, der mehr als vier Jahrzehnte unschuldig in den USA hinter Gittern saß, Geld gespendet. Auf einer Spenden-Website im Netz kamen schon umgerechnet rund 800.000 Euro zusammen. Der 62-jährige Kevin Strickland war nach rund 43 Jahren Gefängnis im Bundesstaat Missouri entlassen worden. 1979 war er wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden. Auf eine Entschädigung hat der Mann keinen Anspruch.

Polen untermauert Anspruch auf Weltkriegsreparationen

Mit einem neuen Forschungsinstitut will Polen seine Reparationsansprüche für die von den deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg verursachte Schäden untermauern. Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur, dass er am vergangenen Mittwoch ein Dokument zur Gründung des nach dem polnischen Widerstandskämpfer Jan Karski benannten Instituts für Kriegsschäden unterzeichnet habe. Das Thema sei nicht vom Tisch, weil Polen sehr schlecht behandelt worden sei, indem es keine Reparationen erhalten habe, äußerte der Politiker der nationalkonservativen PiS-Partei.
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