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Moldau zahlt nach Kulanzfrist offene Gasrechnung an Gazprom

Gas in Moldau - SNA, 1920, 26.11.2021
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Der moldauische Gasversorger MoldovaGaz hat die ausstehende Zahlung an Gazprom für bereits geliefertes Erdgas überwiesen, nachdem der russische Energiekonzern einen Zahlungsaufschub gewährt hatte, um Härten für die Bevölkerung des Landes zu vermeiden.
Es handelte sich um eine Forderung für Erdgas, das von Gazprom bereits Ende Oktober bis Anfang November nach Moldau geliefert worden war. Als die am vergangenen Montag fällige Zahlung ausblieb, drohte Gazprom, Moldau das Gas binnen 48 Stunden abzustellen, sofern die Zahlung nicht unverzüglich erfolge. Am Dienstag verständigten sich das russische Unternehmen und die moldauische Regierung jedoch darauf, den Lieferstopp abzuwenden.
Nun hat der moldauische Gasversorger die Rechnung beglichen:
„MoldovaGaz hat Gazprom die Zahlung für das Erdgas überwiesen, das Ende Oktober und in der ersten Hälfte des Novembers verbraucht worden war“, heißt es in einer Mitteilung des moldauischen Unternehmens.
Ein Gazprom-Sprecher erklärte am Dienstag, die Entscheidung, Moldau eine Kulanzfrist zu gewähren, sei eine Ausnahme, die der Konzern in dem Verständnis eingehe, dass ein Lieferstopp für die Menschen in Moldau eine besondere Härte bedeuten würde. Es sei eine Geste des guten Willens im Vertrauen darauf, dass Moldau seinen vertraglichen Verpflichtungen künftig restlos nachkommen und alle offenen Rechnungen pünktlich begleichen werde.
Im Vorfeld der Einigung hatte der moldauische Gasversorger MoldovaGaz bei der Regierung in Kischinau einen Kredit in Höhe von 74 Millionen Dollar für die ausstehende Zahlung angefragt. Die Regierung sagte das Geld zu, musste aber zunächst das moldauische Parlament um Zustimmung bitten. Gleichzeitig erklärte der moldauische Vize-Premier Andrej Spynu, sich mit dem Gazprom- Vorstand über einen Zahlungsaufschub verständigen zu wollen. Das moldauische Parlament stimmte der Zahlung am gestrigen Donnerstag zu, die moldauische Präsidentin, Maia Sandu, unterzeichnete den entsprechenden Erlass.
Turkish Stream  - SNA, 1920, 24.11.2021
Gazprom kommt Moldau entgegen: Zahlungsaufschub gewährt
In Moldau war am 22. Oktober ein landesweiter Energienotstand ausgerufen worden, weil die moldauische Regierung ältere Gasschulden gegenüber Gazprom nicht anerkennen wollte und dadurch die Verlängerung des Liefervertrags mit dem russischen Unternehmen gefährdete. Am 29. Oktober konnte der Vertrag um fünf Jahre verlängert werden. Die fraglichen Schulden sollen im kommenden Jahr einer Prüfung unterzogen und dann voraussichtlich binnen einer Fünfjahresfrist zurückgezahlt werden.
Gazprom hat Moldau im verlängerten Vertrag einen Vorzugspreis von 430 Dollar je 1000 Kubikmeter Erdgas eingeräumt. Auf dem Weltmarkt kostet der Brennstoff derzeit mindestens das Doppelte. Nach Angaben des Gasversorgers MoldovaGaz spart Moldau durch die Vorzugsbedingungen rund 405 Millionen Dollar. Gazprom zufolge wurden die Vergünstigungen in der Erwartung gewährt, dass Moldau seine Gasrechnungen beim russischen Energiekonzern künftig in vollem Umfang und rechtzeitig zahlen wird.
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