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Deutschland erklärt Südafrika zu Virusvariantengebiet – Spahn

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEBundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild) - SNA, 1920, 26.11.2021
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Deutschland wird Südafrika wegen der neu aufgetretenen Corona-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Die Regelung trete in der Nacht zum Samstag in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Spahn am Freitagmorgen mit. Gegebenenfalls seien auch Nachbarländer Südafrikas betroffen.
„Diese neu entdeckte Variante besorgt uns, daher handeln wir hier pro-aktiv und frühzeitig. Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht“, sagte Spahn.
Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sein und zudem den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte.
Test auf Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.11.2021
B.1.1.529: Neue Corona-Variante in Südafrika – Großbritannien und Israel schränken Einreisen ein

EU will Luftverkehr mit südlichem Afrika aussetzen

Auch die EU-Kommission will angesichts der Ausbreitung der neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken.
Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse zu ziehen und den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Die EU-Staaten müssen darüber jetzt noch beraten und entscheiden. Rechtlich bindend wäre die Notbremse nicht, doch es wäre eine wichtige Richtungsentscheidung.
Das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD teilte am Donnerstag mit, es seien in Südafrika 22 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen worden. Mit mehr Fällen sei im Zuge der laufenden Genomanalysen zu rechnen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO untersucht bereits, ob B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft werden muss. Das sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove in einem Briefing. Es werde dabei auch untersucht, inwieweit die Variante Folgen für die Diagnostik, Therapien und die Impfkampagnen habe.
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