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Bushidos Sinneswandel: Meine Kinder sollen verstehen, dass die Polizei „etwas Gutes“ ist

© CC0 / Thobias Rebein / PixabayDeutsche Polizei (Symbolbild)
Deutsche Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.11.2021
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Seit seiner Trennung von Clanchef Arafat Abou-Chaker stehen Rapper Bushido und seine Familie seit fast drei Jahren unter Polizeischutz. Der 43-Jährige will nun seinen Kindern verständlich machen, dass die Polizei gut ist.
Viele Leute würden die polizeilichen Schutzmaßnahmen für ihn und seine Familie für übertrieben und überflüssig halten, sagte der Rapper im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
„Aber das stimmt nicht. Dass wir von bewaffneten Beamten geschützt und in gepanzerten Fahrzeugen durch die Gegend gefahren werden, kommt nicht von ungefähr. Und es sollte uns allen zu denken geben, dass sich heute, 2021, mitten im Herzen Westeuropas, eine Familie einer solchen Gefahr ausgesetzt sieht.“
Dieselben Leute, die heute auf seine Kinder aufpassten, hätten früher bei ihm die Hausdurchsuchungen durchgeführt, sagte der Musiker. „Mir ist wichtig, dass meine Kinder verstehen, dass die Polizei etwas Gutes, etwas Wichtiges ist.“
Auf die Frage, wie viel Bushido denn von früher noch übrig sei, sagte der Rapper, es gebe ihn noch, und er werde im nächsten Monat sogar ein neues Album veröffentlichen.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als deutscher Rapper Bushido, im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker, 26. August 2020 - SNA, 1920, 07.10.2021
„Das nagt an mir“: Bushido macht sich Vorwürfe wegen Beziehung zu Clan
„Dieses ganze Klischee vom bösen Gangsta-Rapper, Leute schlagen, kriminell sein und Blabla, das damals mein Leben bestimmt hat, ist heute nur noch ein ganz kleiner Teil, irgendwo ganz tief in mir vergraben“, so der Rapper. „Und solange ich diesen Teil nicht hervorhole und nicht bewusst in mein Leben lasse, spielt er überhaupt keine Rolle mehr.“
Der Rapper und seine Frau Anna-Maria Ferchichi hatten zuletzt als Zeugen bei einem Prozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker ausgesagt. Die Staatsanwaltschaft legt dem Clanchef Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung zur Last.
Bushido hatte 2017 die Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst. Abou-Chaker wollte dies laut Anklage nicht akzeptieren und soll unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert haben. Der Musiker sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden.
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