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Von Berlin nach Aserbaidschan: Tierpark Berlin und WWF wildern Wisente aus

© Foto : Tierpark BerlinWisente in Tierpark Berlin
Wisente in Tierpark Berlin - SNA, 1920, 25.11.2021
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Vor über 90 Jahren wurde der letzte wild lebende Wisent im Kaukasusgebirge erschossen, nun kehren die zotteligen Wildrinder in die historische Heimat zurück: Dank der Zusammenarbeit verschiedener europäischer Zoos und des WWF konnten neun weitere Wisente nach Aserbaidschan ausgeflogen werden.
All zu oft sind es traurige Nachrichten, die uns erreichen: Die Liste der bedrohten Tierarten wird immer länger und bei manchen von ihnen bleibt am Ende nur noch, das endgültige Aussterben der Art zu vermelden. Doch es gibt sie noch, die guten Nachrichten. So meldet der Tierpark Berlin am Donnerstag, dass eine Gruppe von neun Wisenten nach Aserbaidschan ausgeflogen wurde, wo sie ausgewildert werden soll.
Der Wisent wurde 1927 in der Natur durch den Menschen gänzlich ausgerottet, als die letzten Wisente im Kaukasus erschossen wurden. Nur Dank weniger Tiere in der Obhut zoologischer Einrichtungen konnte diese Tierart vor dem endgültigen Aussterben gerettet werden. Um das weitere Überleben der Art zu sichern, wurde im August 1923 durch die Initiative europäischer Zoodirektoren und Wissenschaftler die „Internationale Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents“ im Zoo Berlin gegründet.
© Foto : Tierpark BerlinEntladen der Wisente in Baku
Entladen der Wisente in Baku - SNA, 1920, 25.11.2021
Entladen der Wisente in Baku
Nun wurden neun Wildrinder in Zusammenarbeit des Tierparks Berlin mit dem WWF und dem Tierpark Bern nach Aserbaidschan gebracht. Die sieben aus Berlin ausgeflogenen Tiere stammen aus Zoos in Schweden, Tschechien und Deutschland. Laut Dr. Florian Sicks vom Tierpark Berlin, der die Wisente auf ihrer Reise nach Aserbaidschan begleitet hat, haben die Tiere den Flug in der Frachtmaschine gut überstanden. In Aserbaidschan sollen zwei weitere Artgenossen aus dem Tierpark Bern zu der Gruppe stoßen. Nach einer Eingewöhnungsphase in einem speziellen Areal sollen die Tiere voraussichtlich im Frühjahr 2022 in einem großen Nationalpark ausgewildert werden. Dank moderner GPS-Halsbänder kann die Herde dann weiter begleitet werden. Bereits Ende November 2021 wird eine erste Herde aus 16 erwachsenen Tieren aus vorigen Transporten und vier vor Ort geborenen Kälbern das Auswilderungsgehege verlassen.
„Im Großen Kaukasus finden die Wildrinder noch große zusammenhängende Bergmischwälder mit einem natürlichen Nahrungsangebot. Gleichzeitig bieten die riesigen Naturschutzgebiete genügend Platz und Schutz für Bestände mit mehreren hundert Tieren. Die Wiederbesiedlung des Wisents ist ein Kraftakt, der nur durch eine langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit von internationalen, nationalen und nicht zuletzt lokalen Partnern geleistet werden kann“, erklärte Aurel Heidelberg, Referent für die Ökoregion Kaukasus beim WWF Deutschland.
Pelikane - SNA, 1920, 09.11.2021
Pelikane auf Durchreise in Israel
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