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Stiko-Chef versteht Sorgen vor Kinderimpfung, derweil impfen manche auch ohne Stiko-Empfehlung

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKELeiter der Ständigen Impfkommission (Stiko) Thomas Mertens
Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko) Thomas Mertens - SNA, 1920, 25.11.2021
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Sollen auch Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen Corona geimpft werden? Darüber zerbrechen sich nicht nur Eltern den Kopf, sondern auch die Stiko. Diese will bis Jahresende entscheiden, ob sie die Kinderimpfung empfiehlt. Manche wollen aber nicht so lange warten.
In dieser Woche soll der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA für Kinder ab fünf Jahren zugelassen werden. Eine entsprechen Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird bis Jahresende erwartet. Bisher hat sich Stiko-Chef Thomas Mertens bei diesem Thema eher zurückhaltend gegeben.
Gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ erklärte er, er könne die Eltern verstehen, die einer Impfung ihrer Kinder noch immer skeptisch gegenüberstehen. „Das kann ich sehr gut verstehen, und es entspricht im Grunde auch dem Problem, vor dem die Stiko mit ihrer Empfehlung steht – nämlich dem Abwägen von Nutzen und möglichen 'Restrisiken' bei den Kindern in dieser Altersgruppe.“
Aktuelle Studien hätten zwar keine schwerwiegenden Impfreaktionen bei Kindern gezeigt, sie reichten aber nicht aus, um seltene Nebenwirkungen auszuschließen, so Mertens. Die Wirksamkeit entspreche aber in etwa der bei Erwachsenen.
Corona-Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.11.2021
NRW: Vorbereitung zur Impfung Sechs- bis Zwölfjähriger läuft an

Kinder auch ohne Empfehlung impfen

Offenbar wollten viele Eltern und Ärzte hierzulande nicht auf die noch ausstehende Entscheidung der Stiko warten. Wie das ZDF berichtete, haben sich 60 Ärztinnen und Ärzte auf der Plattform U12schutz.de zusammengetan. Diese Mediziner impfen Kinder bereits und bieten auf der Plattform Impftermine an. Über sich selbst schreiben sie:
„Wir sind eine große Zahl an Ehrenamtlichen, die seit Monaten beim Off-Label-Impfen für U12 helfen. Wir sind Eltern, deren Kinder bereits seit längerem off-label geimpft sind. Wir machen den Bedarf nach Impfschutz für U12 Kinder sichtbar, denn viele Eltern sind verzweifelt!“
Auf der Startseite finden sich zahlreiche Zitate von Eltern aus dem ganzen Bundesgebiet, die erklären, warum sie ihre Kinder nicht ausreichend geschützt sahen und mit der Impfung nicht erst auf die entsprechenden Empfehlungen warten wollten. So schreibt etwa Sabrina, 35, aus Baden-Württemberg:
„Nach 1,5 Jahren Sorgen vor einem Virus mit unbekannten (Spät)Folgen hatten wir vor kurzem das Glück, unsere Kinder (3 und 5) off-label impfen zu lassen. Da seitens der Politik und Gesellschaft Kinder als nicht schützenswert erachtet werden und z.B. Luftfilter ja bezeichnenderweise nur in Landtagen vorzufinden sind, hatten wir keine andere Wahl. Die Ärzte und Vermittler sind unsere Heldinnen und wir sind angesichts der aktuellen Entwicklung unendlich erleichtert.“
Michael Klundt - SNA, 1920, 23.11.2021
„Noch mehr Druck und Stress“ – Sozialwissenschaftler warnt vor Folgen von Impfempfehlung für Kinder
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