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Öl- und Gaskraftwerke: EU-Kommission plant Meldepflicht für Methanemissionen

© AP Photo / Martin MeissnerDas Kraftwerk Scholven in der Stadt Genselkirchen
Das Kraftwerk Scholven in der Stadt Genselkirchen  - SNA, 1920, 25.11.2021
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Die EU-Kommission arbeitet an einem Gesetz, das die auf der Weltklimakonferenz übernommenen Verpflichtungen zur Reduzierung der Methanemissionen umsetzen soll. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf einen ihr vorliegenden Gesetzesentwurf.
Demnach setzt der Gesetzesvorschlag, der voraussichtlich am 14. Dezember präsentiert werden soll, voraus, dass etwa EU-Betreiber von Öl- oder Gaskraftwerken Methanemissionen aus ihren Anlagen messen und darüber Berichte einreichen müssten. Es müsste in den Anlagen regelmäßig nach größeren Methanausstößen – sogenannten Lecks – gesucht und nötige Reparaturen gemacht werden.
Zudem wolle die EU-Kommission Druck ausüben, damit weniger Methan durch importierte Güter ausgestoßen werde.
Zwar sehe der Entwurf keine Kontrollen für Produzenten außerhalb der EU vor, die Kommission wolle dafür aber eine „Methan-Transparenz-Datenbank“ über die Emissionen durch Importe aufbauen. Sogenannte Super-Emittenten sollten durch Satellitenbilder erkannt werden, und die Brüsseler Behörde könnte bilaterale Gespräche mit betroffenen Ländern aufnehmen.
Der Gesetzentwurf kann vor dessen Präsentation noch geändert werden.
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Die Europaabgeordnete Jutta Paulus (Grüne) monierte, der Gesetzesentwurf setze die Verpflichtung der EU-Länder nicht ausreichend um, Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken. Die Initiative könnte der EU-Kommission zufolge bei erfolgreicher Umsetzung die Klimaerwärmung bis 2050 um rund 0,2 Grad reduzieren.
„Im Kommissionsentwurf gibt es kein Reduktionsziel für Methan und keinen europaweiten Durchsetzungsmechanismus“, sagte Paulus. „Nur mit Datensammeln werden wir die Klimaziele nicht erreichen.“
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Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) das zweitschädlichste Treibhausgas und verantwortlich für die Klimaerwärmung und Luftverschmutzung. Es bleibt zwar kürzer in der Atmosphäre, ist dafür aber schädlicher als CO2, und entsteht etwa in der Landwirtschaft, auf Abfalldeponien oder in der Öl- und Gasindustrie. Laut der EU-Kommission ist Methan für rund ein Viertel der bisherigen menschengemachten Klimaerwärmung verantwortlich.
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