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„Machen jemanden kaputt“: Kölner Polizisten wegen Verdachts auf Gewalttaten suspendiert

© AP Photo / Martin MeissnerDer Kölner Hauptbahnhof (Archivfoto)
Der Kölner Hauptbahnhof (Archivfoto) - SNA, 1920, 25.11.2021
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In Köln sind fünf Polizisten wegen mutmaßlicher Gewalttaten suspendiert worden. Gegen einen weiteren Beamten wird derzeit ermittelt. Bei der Auswertung ihrer Handys offenbarten sich brisante Details. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) spricht von „Affinität zur Gewalt“ und verurteilt entschieden das Fehlverhalten der Beamten.
Kölner Polizisten sollen sich in Chats über mutmaßliche Gewalttaten ausgetauscht haben, berichtet die DPA. In den Textnachrichten, die auf den Handys von Polizisten entdeckt wurden, sollen sich zwei Beamte für eine gemeinsame Streifenfahrt vorgenommen haben, dabei „nehmen wir auf jeden Fall jemanden fest und machen jemanden kaputt“. Der Inhalt der Chat-Nachrichten wurde der DPA bestätigt.
Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.10.2021
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Ein Polizist schrieb nach einem Einsatz: „Hätte ich das gewusst, dass der so ein Hurensohn ist, hätte der mehr kassiert.“ Und: „Irgendwann kriegen wir den sicher nochmal.“
Er habe „dem Türken gestern einen Kick gegeben“, soll einer der Polizisten nach einem Einsatz im Dezember 2020 geschrieben haben. „Im Ernst, der ist hart geflogen. Schicke Dir morgen mal Bilder von seiner Fresse.“
NRW-Innenminister Herbert Reul teilte mit, dass fünf Beamte suspendiert worden seien. Seit Kurzem wird auch gegen einen sechsten Polizisten ermittelt. Auf seinem Handy entdeckte Text-Nachrichten deuteten bei ihm auf eine „Affinität zur Gewalt“, sagte Reul am Donnerstag in Düsseldorf dem Innenausschuss des Landtags.
Die neuen Erkenntnisse aus den sichergestellten Chats ließen die Vorgänge „in einem weitaus schlimmerem Licht erscheinen“. „Das, was da in Köln-Ehrenfeld passiert zu sein scheint, geht überhaupt nicht“, sagte Reul. Mit Prahlerei und Imponiergehabe junger Männer, wie es ein Anwalt interpretiert habe, sei das aus seiner Sicht nicht zu erklären.
Die Ermittlungen waren nach dem Tod eines 59-Jährigen ins Rollen gekommen. Laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ werden die Beamten im Alter zwischen 24 und 40 Jahren verdächtigt, bei einem Einsatz wegen einer Verkehrsunfallflucht im April 2021 „übermäßig Gewalt“ gegen einen 59-jährigen Italiener angewendet zu haben. Die Ermittler prüfen demnach, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und dem Tod des Manns zwei Monate später gibt.
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