Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Russland und China kritisieren „Demokratie-Gipfel“ der USA

© REUTERS / Tyrone SiuDie Flaggen der USA und von Taiwan
Die Flaggen der USA und von Taiwan - SNA, 1920, 24.11.2021
Abonnieren
Moskau und Peking haben am Mittwoch Washington wegen der Einladung von Taiwan, das China als Teil seines Territoriums betrachtet, zu einem „Demokratie-Gipfel“ im Dezember in den USA kritisiert.
„China ist kategorisch gegen die Einladung von Taiwan zu dem in den USA zu veranstaltenden ‚Demokratie-Gipfel’“, erklärte der Pressesekretär des chinesischen Außenministerims, Zhao Lijian, bei einem Briefing.
Russland und China stehen nicht auf der Gästeliste, die 110 Länder umfasst. Taiwan gehört zu den Ländern, die zum virtuellen Gipfeltreffen am 9. und 10. Dezember eingeladen sind.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch gegenüber Journalisten, dass die USA versuchten, die Demokratie zu privatisieren und neue Trennlinien zwischen Ländern zu ziehen, indem sie den „Demokratie-Gipfel“ ohne Mitwirkung von Russland und China vorbereiteten.

„Wir sind selbstverständlich negativ eingestellt hinsichtlich der bevorstehenden Veranstaltung. Das ist nichts weiteres, als ein Versuch, irgendwelche neue Trennlinien zu ziehen. Wir hatten uns Anfang der 1990er Jahre stark darum bemüht, diese Trennlinien zu verringern und zu beseitigen. Aber die USA ziehen es heute bedauerlicherweise vor, neue Trennlinien zu schaffen und die Länder in ihrer Meinung nach in gute und schlechte einzuteilen.“

„Dies steht im krassen Widerspruch zu den allgemeinen Stimmungen in der Welt“, so Peskow. „Immer mehr Länder ziehen es vor, selbst darüber zu entscheiden, wie sie leben sollen, ohne sich dabei nach anderen umzuschauen“, sagte der Kreml-Sprecher.
Bei dem virtuellen Treffen soll es nach Angaben des Weißen Hauses um den Kampf gegen autoritäre Herrschaftssysteme, um die Bekämpfung der Korruption sowie die Förderung der Menschenrechte gehen.
Der US-amerikanische Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping beim virtuellen Gipfel - SNA, 1920, 16.11.2021
Biden bekräftigt Ein-China-Politik beim Treffen mit Xi Jinping
Erst am vergangenen Dienstag hatten US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staats- und Regierungschef Xi Jinping ihr erstes Onlinetreffen abgehalten, das mehr als drei Stunden dauerte.
Biden betonte, dass sich die USA nach wie vor an die „Ein-China-Politik“ halten, sich an den früher abgeschlossenen Vereinbarungen orientieren und „einseitige Bemühungen, den Status quo zu ändern oder Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße zu untergraben, entschieden ablehnen“, hieß es auf der Webseite des Weiße Hauses.
Der chinesische TV-Sender CGTN berichtete unter anderem, dass die US-Regierung laut Bidens Aussagen die „Unabhängigkeit Taiwans“ nicht unterstütze, und hoffe, dass Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße erhalten blieben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала