Polnische Behörden melden neue Grenzdurchbruchversuche durch Migranten

© SNA / Viktor Tolochko / Zur BilddatenbankMigranten an der weißrussisch-polnischen Grenze
Migranten an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 24.11.2021
Migranten versuchen weiter, von Weißrussland nach Polen und damit in die EU zu gelangen. Über die jüngsten Versuche informierte am Mittwoch via Twitter der polnische Grenzschutz.
Im jüngsten Twitter-Beitrag des Grenzdienstes heißt es, dass es am Vortag in Mielnik zwei gewaltige Grenzdurchbruchversuche gegeben habe.
„Gruppen aus 40 aggressiven Ausländern attackierten die polnischen Kräfte, warfen Steine, Äste und setzten auch Blendgranaten ein.“
Außerdem soll am Dienstag gegen 19.00 Uhr „eine Gruppe aus 100 aggressiven Ausländern“ die polnisch-belarussische Grenze forciert haben. Gegen polnische Beamte flogen demnach die Steine. „Die Attacke wurde von den belarussischen Sicherheitskräften beaufsichtigt.“
In einer früheren Mitteilung twitterte die Behörde, dass es innerhalb von 24 Stunden insgesamt 267 Versuche gegeben habe, illegal die Grenze zu überqueren. Gegen 44 Menschen wurden Beschlüsse über die Deportation vom Territorium Polens gefasst.
Noch im vergangenen Sommer hatte der Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika an den Grenzen zwischen Weißrussland und Polen sowie den Baltischen Ländern zugenommen. Die Situation hat sich am 8. November zugespitzt, als sich rund 2000 Menschen am Grenzzaun versammelt hatten. Polnische Sicherheitskräfte unterbanden mehrere Durchbruchsversuche, darunter unter Einsatz von Tränengas.
Migranten an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 23.11.2021
Polen setzt Schockgranaten gegen Flüchtlinge an Grenze zu Belarus ein – Grenzschutz
Vilnius, Riga und Warschau machen Belarus für die Krisensituation verantwortlich. Minsk weist die Vorwürfe zurück. Wie der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, werde das Land den Zustrom von Menschen nicht mehr aufhalten. Denn wegen der US-Sanktionen habe sein Land weder Geld noch Kräfte dafür.
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