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Niederlande: Polizei schießt mit scharfer Munition auf Corona-Demonstranten

© REUTERS / EVA PLEVIERCorona-Proteste in Amsterdam am 20. November 2021
Corona-Proteste in Amsterdam am 20. November 2021 - SNA, 1920, 24.11.2021
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Im Zusammenhang mit den Corona-Demonstrationen in den Niederlanden, die später eskalierten, sind nach Angaben des Justizministeriums bisher 173 Menschen festgenommen worden. Weitere Festnahmen würden folgen, teilte Justizminister Ferd Grapperhaus am Dienstag dem Parlament in Den Haag mit. Die Randalierer würden zur Verantwortung gezogen.
Am Wochenende hatte es in den Niederlanden an mehreren Orten drei Nächte hintereinander heftige Ausschreitungen gegeben. In Rotterdam war eine Demonstration gegen die Corona-Politik aus dem Ruder gelaufen und die Polizei hatte sogar mit scharfer Munition auf Menschen geschossen; vier Personen wurden verletzt. Nach Angaben von Justizminister Ferd Grapperhaus ging es an manchen Orten um „organisierte Gewalt“ ohne konkrete gesellschaftliche oder politische Inhalte.

Verwüstete Innenstädte

Der Minister verurteilte die Gewalt vor allem gegen Polizisten, Feuerwehr und Hilfskräfte. Sie seien mit Feuerwerkskörpern, die Sprengsätzen glichen, und Steinen attackiert worden. Die Randalierer hätten Innenstädte verwüstet.
Premierminister der Niederlande Mark Rutte (Archivfoto) - SNA, 1920, 22.11.2021
Heftige Corona-Proteste in Niederlanden – Regierungschef Rutte hält Randalierer für „Idioten“
Auch in der Nacht zum Dienstag war es nach Berichten der Polizei an einigen Orten unruhig. Vor allem Jugendliche hätten Feuerwerk gezündet, Brände gelegt und randaliert. Erneut war Roosendaal im Süden des Landes Schauplatz der Gewalt.
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