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Mit Sars-Cov-2 verwandt: Neues Coronavirus in britischen Fledermäusen entdeckt

© CC0 / Salmar / PixabayFledermäuse (Symbolbild)
Fledermäuse (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.11.2021
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Forscher aus Großbritannien haben ein Sars-verwandtes Coronavirus in britischen Fledermäusen entdeckt. Das Erschreckende: Sie mussten dafür gar nicht einmal so intensiv suchen, 50 Fledermausproben haben gereicht. Das Virus selbst soll für den Menschen allerdings ungefährlich sein.
In Großbritannien wurde ein Coronavirus in Fledermäusen aus der Familie der Hufeisennasen entdeckt, das stark mit dem Virus verwandt ist, das Covid-19 auslöst. Das ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der „University of East Anglia“ und der britischen Gesundheitsbehörde „Public Health England“, über die das Portal phys.org berichtet.
Es handelt sich dabei um das erste Sars-verwandte Virus, das in Großbritannien in der Natur nachgewiesen wurde. Die Forscher gehen davon aus, dass die Fledermäuse schon seit langer Zeit Träger dieses Virus sind, gegebenenfalls schon seit mehreren Jahrtausenden. Sie betonen ebenfalls, das Virus dürfte keine Gefahr für den Menschen darstellen, da die Bindestelle an seinem Spike-Protein nicht zu menschlichen Zellrezeptoren passt, über die das Virus in die Zellen eintreten kann.

Keine Gefahr für Menschen – nur wenn es mutiert

Zu einer Gefahr könnte den Forschern zufolge das Virus nur werden, wenn es mutiert. Eine Möglichkeit für eine solche Mutation wäre laut Darstellung, wenn ein Mensch mit Covid-19 mit einer solchen Fledermaus in Berührung kommt. Dann könnten sich in der Fledermaus Sars-Cov-2 und das neu entdeckte Virus vermischen und eine für den Menschen ansteckende Form hervorbringen. Aus diesem Grund ist es wichtig für Feldforscher und andere Menschen, die mit den Tieren in Kontakt kommen, angemessene Schutzkleidung zu tragen.
Für den Nachweis hatten die Wissenschaftler Kotproben von über 50 Fledermäusen im Südwesten Englands und Wales gesammelt. Mittels Genomanalyse stießen sie in einer der Proben auf ein Sars-verwandtes Virus, das sie als „BhGB01“ bezeichneten.
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Die Forscher werten diesen Treffer als ein Signal, dass Fledermauspopulationen weltweit deutlich stärker auf Viren untersucht werden sollten. Sars-verwandte Viren wurden zuvor bereits in Asien und Osteuropa bei Fledermäusen nachgewiesen.
Es handelt sich bei der Publikation um eine auf dem Portal „researchsquare“ vorab veröffentlichte Studie, die von Fachkollegen noch nicht gegengeprüft wurde. Die Gegenprüfung, auch als Peer- Review bekannt, soll die Qualität von Studien sichern, wird aber oftmals bei besonders wichtig scheinenden Ergebnissen aus Aktualitätsgründen übersprungen und erst im Nachgang durchgeführt.
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