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Gazprom kommt Moldau entgegen: Zahlungsaufschub gewährt

© SNA / Witali Timkiw / Zur BilddatenbankTurkish Stream
Turkish Stream  - SNA, 1920, 24.11.2021
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Vor dem Hintergrund des Energienotstands in Moldau hat der russische Energiekonzern Gazprom eine ausstehende Zahlung der moldauischen Regierung für geliefertes Erdgas um Tage verschoben. Nach Angaben des Konzerns handelt es sich dabei um eine Geste des guten Willens, damit es nicht zu Lieferausfällen kommt.
Als eine für den vergangenen Montag angesetzte Zahlung für bereits geliefertes Erdgas ausblieb, drohte Gazprom, Moldau das Gas binnen 48 Stunden abzustellen, sofern die Zahlung nicht unverzüglich erfolge. Am heutigen Mittwoch haben sich das russische Unternehmen und die moldauische Regierung darauf verständigen können, den Lieferstopp abzuwenden.
Gazprom komme der Bitte der moldauischen Regierung nach und sehe von dem für heute angekündigten Lieferstopp ab, erklärte ein Sprecher des Unternehmens: „Die moldauische Seite erkennt die Rechtmäßigkeit der Ansprüche von Gazprom vorbehaltlos an und verpflichtet sich, die offene Zahlung am Freitag, dem 26. November, zu tätigen.“
Für den russischen Konzern sei diese Entscheidung eine Ausnahme, die man im Verständnis eingehe, dass ein Lieferstopp für die Menschen in Moldau eine besondere Härte bedeuten würde. Es sei eine Geste des guten Willens im Vertrauen darauf, dass Moldau seine vertraglichen Verpflichtungen künftig restlos erfüllen und alle offenen Rechnungen pünktlich begleichen werde.
Gaspipelines - SNA, 1920, 22.11.2021
Gazprom enttäuscht über Nichterfüllung der Vertragspflichten durch Moldau
Im Vorfeld der Einigung hatte der moldauische Gasversorger MoldovaGaz bei der Regierung in Chisinau einen Kredit in Höhe von 74 Millionen Dollar für die ausstehende Zahlung angefragt. Die Regierung sagte das Geld zu, muss aber zunächst das moldauische Parlament um Zustimmung bitten. Gleichzeitig erklärte der moldauische Vize-Premier Andrej Spynu, sich mit dem Gazprom- Vorstand über einen Zahlungsaufschub verständigen zu wollen.
In Moldau wurde am 22. Oktober ein landesweiter Energienotstand ausgerufen, weil die moldauische Regierung ältere Gasschulden gegenüber Gazprom nicht anerkennen wollte und dadurch die Verlängerung eines Liefervertrags mit dem russischen Unternehmen gefährdete. Am 29. Oktober konnte der Vertrag um fünf Jahre verlängert werden. Die fraglichen Schulden sollen im kommenden Jahr einer Prüfung unterzogen und dann voraussichtlich binnen einer Fünfjahresfrist zurückgezahlt werden.
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