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Europa hat diesen Winter mit 700.000 Corona-Todesfällen zu rechnen – WHO warnt

© REUTERS / Dado RuvicCorona-Impfstoff Pfizer/BioNTech
Corona-Impfstoff Pfizer/BioNTech - SNA, 1920, 24.11.2021
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Das WHO-Regionalbüro für Europa hat gewarnt, dass die Region in diesem Winter mit bis zu 700.000 Todesfällen rechnen muss, falls nicht schnell die Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Die entsprechende Pressemitteilung wurde am Dienstag auf der Webseite der Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht.
In der Pressemitteilung stellten Beamte fest, dass letzte Woche die Zahl der Covid-Todesfälle auf 4200 pro Tag stieg und die Krankheit in der Region aus 53 Ländern zur Haupttodesursache wurde. Die aktuelle Zahl ist fast doppelt so hoch wie die tägliche Zahl der Todesopfer im September.
Die Region überschritt 1,5 Millionen Covid-Todesfälle, und das europäische Büro der WHO warnt, dass die Zahl bis März 2022 auf insgesamt 2,2 Millionen Todesfälle steigen könnte, wenn nicht schnell zusätzliche Maßnahmen ergriffen würden.
Bis März 2022 erwartet das WHO-Regionalbüro für Europa in 25 Ländern hohe oder extreme Belastungen für Krankenhausbetten und in 49 von 53 Ländern hohe oder extreme Belastungen für Intensivstationen.
„Um mit diesem Virus zu leben und unser tägliches Leben fortzusetzen, müssen wir einen Impfstoff-plus’-Ansatz verfolgen. Dies bedeutet, Vakzin-Standarddosen verabreicht zu bekommen sowie eine Auffrischungsimpfung, sofern sie angeboten wird, und vorbeugende Maßnahmen in unseren normalen Alltag zu integrieren“, sagte Dr. Hans Henri P. Kluge von dem europäischen Regionalbüro.
„Zusammengenommen sind das Tragen einer Maske, das Händewaschen, das Lüften von Innenräumen, das Einhalten von physischer Distanz und das Niesen in den Ellbogen sind einfache und effektive Möglichkeiten, das Virus in den Griff zu bekommen und die Gesellschaften am Laufen zu halten. Wir alle haben die Möglichkeit und die Verantwortung, unnötige Tragödien und Menschenlebensverluste zu verhindern und weitere Beeinträchtigungen für die Gesellschaft und Unternehmen in dieser Wintersaison zu begrenzen.“

Faktoren, die eine zunehmende Covid-19-Übertragung fördern

In der Mitteilung wurden drei Faktoren hervorgehoben, die den Anstieg der Erkrankungs- und Todesfälle vorantreiben.
Der erste Faktor ist die Delta-Variante des Virus, die hochgradig übertragbar ist, wobei kein Land mehr als ein Prozent einer anderen Variante meldet.
In den letzten Monaten teilten viele Länder ihrer Bevölkerung mit, dass Covid-19 keine Notfallbedrohung mehr darstelle und solche Maßnahmen wie das Tragen von Masken und eine physische Distanzierung in überfüllten oder beengten Räumen lockerte. Jetzt wurde das Wetter kälter, und Menschen versammeln sich in Räumen. Das ist der zweite Faktor.
Und der dritte Faktor bedeutet, dass bei einer großen Anzahl von Menschen, die noch nicht geimpft sind, und bei einem verringerten Schutz durch Impfstoffe vor Infektionen und leichten Erkrankungen viele Menschen für den Corona-Erreger anfällig sind.

Maßnahmen zur Stabilisierung der Situation

„Da wir uns dem Ende des Jahres 2021 nähern, lassen Sie uns alles in unserer Macht Stehende tun, indem wir uns impfen lassen und persönliche Schutzmaßnahmen ergreifen, um den letzten Ausweg mit Sperren und Schulschließungen zu vermeiden“, erklärte Dr. Kluge.
„Wir wissen aus bitterer Erfahrung, dass diese weitreichende wirtschaftliche Folgen und allgemein negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben, eine zwischenmenschliche Gewalt erleichtern und dem Wohlergehen und Lernen von Kindern schaden.“
Der Mitteilung zufolge wurde in der Europäischen Region über eine Milliarde Dosen verabreicht, wobei 53,5 Prozent der Menschen vollständig geschützt sind. Dies verbirgt doch große Unterschiede zwischen den Ländern, in denen die Spanne der kompletten Vakzinierungen von unter zehn bis über 80 Prozent der Gesamtbevölkerung variiert.
In diesem Zusammenhang sollte vorrangig die Auffrischungsdosis verabreicht werden, um die am stärksten gefährdeten Menschen, einschließlich der Immungeschwächten, zu schützen, so die Mitteilung. Personen über 60 Jahre und Beschäftigte im Gesundheitswesen sollten in Betracht gezogen werden und mit einer Auffrischungsdosis versorgt werden.
Persönliche Schutzmaßnahmen seien von großer Bedeutung: Derzeit würden 48 Prozent der Menschen in der europäischen Region nach eigenen Angaben eine Maske beim Verlassen des Hauses tragen, heißt es.
Eine letzte Woche veröffentlichte Studie zur Wirksamkeit von Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergab, dass das Tragen einer Maske die Covid-19-Inzidenz um 53 Prozent reduziert. Wenn das allgemeine Maskentragen 95 Prozent erreichen würde, könnten schätzungsweise bis zum 1. März 2022 über 160.000 Todesfälle verhindert werden.
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Die Covid-19-Situation in Europa und Zentralasien sei sehr ernst. Jedoch sollte man nicht hoffnungslos sein, denn alle – Regierungen, Gesundheitsbehörden und Einzelpersonen – könnten entschlossene Maßnahmen zur Stabilisierung der Situation mit der Pandemie ergreifen, schlussfolgerte er.
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