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Waukesha-Angriff als „Notwehr“ nach Fall Rittenhouse? Demokratin tritt nach heiklen Tweets zurück

© REUTERS / STRINGEREin Chirurg einer lokalen Trauma-Einheit spricht auf einer Pressekonferenz in Waukesha, Wisconsin, USA, 22. November 2021
Ein Chirurg einer lokalen Trauma-Einheit spricht auf einer Pressekonferenz in Waukesha, Wisconsin, USA, 22. November 2021 - SNA, 1920, 23.11.2021
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Eine Mitarbeiterin der Demokratischen Partei in Illinois ist zurückgetreten, nachdem sie am Sonntag die Tragödie von Waukesha mit dem Freispruch gegen Kyle Rittenhouse in Verbindung gebracht hatte. Dies berichtet der US-Nachrichtensender „Fox News“.
Nach dem Unglück in Waukesha im US-Bundesstaat Wisconsin, wo ein Mann mit seinem Geländewagen in eine Weihnachtsparade raste und fünf Menschen tötete, brachte eine Demokratin aus Illinois namens Mary Lemanski diesen Vorfall offenbar in einer Reihe von Tweets mit dem jüngsten Freispruch von Kyle Rittenhouse in Verbindung – einem jungen Mann, der im Sommer 2020 während Protesten in Kenosha (auch in Wisconsin) zwei Menschen angeblich aus Selbstverteidigung erschossen hatte.
Nach Angaben des Medienunternehmens soll Lemanski, die als Social-Media-Direktorin für die Demokratische Partei im DuPage County im US-Bundesstaat Illinois tätig war und inzwischen von ihrem Posten zurückgetreten ist, das von Rittenhouse und seinem Anwaltsteam angeführte Argument der Selbstverteidigung verspottet haben.
„Es war wahrscheinlich bloß Notwehr“, schrieb Mary Lemanski als Reaktion auf die Nachricht über die Amokfahrt in Waukesha.
„Da er in Wisconsin lebt, fühlte er sich wahrscheinlich bedroht“, so Lemanski.
In einem weiteren der Tweets, die Lemanski zugeschrieben und von dem Sender zitiert werden, heißt es, dass „das Blut der Opfer von Kyle Rittenhouse an den Händen der Bürger von Wisconsin klebt, sogar an denen der Kinder“.
Sie schrieb auch, dass sie zwar „jedes Mal traurig ist, wenn jemand stirbt“, dass sie aber „an Karma glaubt und dass dies für die Bürger von Wisconsin schnell vorbei war“.
Lemanski hat die erwähnten Tweets inzwischen gelöscht und sich über die große Aufmerksamkeit beschwert, die sie nach ihren Äußerungen im Internet erhielt.

„Mein ganzes Leben lang hat sich niemand um mich gekümmert“, twitterte sie. „Meine Mutter hat mich immer stundenlang allein in meinem Laufstall gelassen. Ich habe 20 Jahre lang Musik gemacht und niemand hat sich darum geschert. Warum interessieren sich die Leute auf einmal für eine dumme Bemerkung? Ich kann nicht glauben, dass meine 15 Minuten Ruhm auf diesen Sche*ß zurückgehen.“

Ihr Publikum zeigte jedoch kein besonderes Mitgefühl für ihre Notlage, verspottete sie und forderte sie auf, sich zu entschuldigen. Kurze Zeit später löschte Lemanski ihren Twitter-Account.

Amokfahrt in Waukesha

Am Sonntag raste ein roter Geländewagen in eine Menschenmenge, die sich zu einer Weihnachtsparade in Waukesha in Wisconsin versammelt hatte. Dabei kamen mindestens fünf Menschen ums Leben und über 40 wurden verletzt.

Fall Rittenhouse

Ein Geschworenengericht hat kürzlich den 18-jährigen Kyle Rittenhouse freigesprochen, der am 25. August 2020 bei Protesten für die Rechte der Afroamerikaner in Kenosha, Wisconsin, zwei Menschen erschossen hatte. Er wurde des zweifachen Mordes, des versuchten Mordes und mehrerer kleinerer Anklagen für nicht schuldig befunden.
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