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Polen setzt Schockgranaten gegen Flüchtlinge an Grenze zu Weißrussland ein – Grenzschutz

© SNA / Denis KoshelevMigranten an der weißrussisch-polnischen Grenze
Migranten an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 23.11.2021
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Der weißrussische Grenzschutz hat den polnischen Sicherheitsbehörden vorgeworfen, neben Tränengas auch Schockgranaten gegen Flüchtlinge an der polnisch-weißrussischen Grenze eingesetzt zu haben.
Weißrussischen Grenzschützern zufolge haben polnische Einsatzkräfte in der vergangenen Nacht versucht, Flüchtlinge von der Grenzabsperrung zu vertreiben. Da sich die Migranten nicht vertreiben ließen, nutzten die polnischen Beamten schwerere Einsatzmittel: „Polnische Truppen setzten Tränengas und Schockgranaten ein, die sie über die Grenzlinie auf das weißrussische Gebiet hinüberwarfen“, erklärte der weißrussische Grenzschutz am heutigen Dienstag.
Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass die Einsatzkräfte auf der polnischen Seite derartige Technik verwendeten, was zu wachsenden Spannungen und Gegenreaktionen aufseiten der Flüchtlinge führe. „Der Einsatz von Schock- und Blendgranaten, Wasserwerfern und Tränengas verstößt gegen internationale Rechtsnormen und stellt eine unmittelbare Aggression gegen schutzlose Flüchtlingsgruppen dar“, hieß es.
Seit Wochen warten Flüchtlinge aus dem Nahen Osten in behelfsmäßigen Lagern an der polnisch-weißrussischen Grenze auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Einige versuchen, die von Polen errichteten Grenzabsperrungen gewaltsam zu durchbrechen.
Die Behörden in Weißrussland berichten währenddessen vermehrt von sogenannten Push-Backs: Grenzschützer auf der EU-Seite halten die Flüchtlinge unter Androhung und Einsatz von Gewalt davon ab, die Grenze zu passieren. Die polnische Regierung hat einen Ausnahmezustand in den grenznahen Gebieten ausgerufen und setzt die Armee sowie schwerbewaffnete Polizeieinheiten gegen die Migranten ein.
Flüchtlinge an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 23.11.2021
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Die Europäische Union beschuldigt Minsk, die Krise absichtlich ausgelöst zu haben. Der weißrussische Präsident Lukaschenko wies die Verantwortung für die Krise von sich, erklärte zugleich aber, die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Europäische Union nicht aufhalten zu können. Aufgrund der EU-Sanktionen fehlten seinem Land die dafür nötigen Kräfte und Mittel.
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