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Untergang der „Kursk“ 2000: Russischer Admiral glaubt an Aufprall an Nato-U-Boot

© SNA / Aleksei KudenkoDenkmal für die Crewmitglieder des Atom-U-Bootes "Kursk"
Denkmal für die Crewmitglieder des Atom-U-Bootes Kursk - SNA, 1920, 22.11.2021
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Admiral Wjatscheslaw Popow, Ex-Befehlshaber der russischen Nordflotte, hat in einem Interview mit SNA seine Version der Ereignisse geteilt, die zum Untergang des atomgetriebenen U-Bootes „Kursk“ im Jahr 2000 in der Barentssee geführt hatten.
Die „Kursk“ versank am 12. August 2000 bei Übungen in der Barentssee, 175 Kilometer von der Marinebasis Seweromorsk entfernt, in einer Tiefe von 108 Metern. Als offizielle Ursache für den Untergang des Schiffes wurde angegeben. Alle 118 Crewmitglieder kamen dabei ums Leben.
Popow unterstützt die offizielle Version aber nicht: die „Kursk“ sei mit einem Nato-U-Boot kollidiert, dessen Name ihm mit einem „Wahrscheinlichkeitsgrad von 90 Prozent“ bekannt sei, sagte er. Er könne den Schiffsnamen jedoch nicht öffentlich nennen, weil ihm keine Beweise dafür vorlägen. Nach Vermutung des Admirals habe das U-Boot der Allianz das russische U-Boot überwacht. Es habe sich ihm auf einen sehr geringen Abstand genähert, nachdem die ‚Kursk’ irgendein Manöver vorgenommen habe und für das Nato-U-Boot nicht mehr sicht- und hörbar geworden sei. Zu diesem Zeitpunkt könnte die „Kursk“ gewendet haben, so Popow.
Nach seinen Worten war infolge des Zusammenstoßes die Bugpartie des russischen Atom-U-Bootes betroffen, wobei das Torpedoausstoßrohr beschädigt wurde und eine Explosion erfolgte. Dies führte zur Überflutung des ersten Abteils, und das U-Boot prallte auf den Meeresboden.
Es sei zu einer zweiten, überaus massiven Explosion gekommen, bei der die ersten vier Abteile zerstört worden seien. Bei dem Zusammenstoß und den Explosionen sei auch das ausländische U-Boot zu Schaden gekommen. Es habe auf dem Meeresboden gelegen, bis seine Fahrfähigkeit wiederhergestellt wurde.
USS Connecticut (Archivbild, Symbolbild) - SNA, 1920, 08.10.2021
US-Atom-U-Boot kollidiert mit unbekanntem Objekt im Indopazifik – Verletzte gemeldet
Laut dem Admiral wurden SOS-Signale an jenem Tag nicht von der „Kursk“, sondern von dem beschädigten Nato-U-Boot gesendet. Dieses sei angeblich durch fliegende U-Bootjäger der russischen Marine vor der norwegischen Küste entdeckt worden.
Der ehemalige Hauptstabschef der russischen Seekriegsflotte, Admiral Viktor Krawtschenko, sagte gegenüber SNA, dass indirekte Hinweise zugunsten der Version von Admiral Popow sprächen, wonach das U-Boot „Kursk“ nach dem Zusammenstoß mit einem ausländischen U-Boot gesunken sei.
Nach Angaben russischer und ausländischer Medien befanden sich zur Zeit der Tragödie die Atom-U-Boote „Memphis“ und „Toledo“ der US-Kriegsflotte sowie das U-Boot „Splendid“ der britischen Navy im Raum der Übungen.
Laut dem Portal News24 hat das russische Verteidigungsministerium damals das Pentagon um die Genehmigung für eine Inspektion der U-Boote „Memphis“ und „Toledo“ ersucht. Die Bitte wurde abgewiesen. Die gleiche Antwort kam aus London.
Laut der offiziellen Version der russischen zuständigen Regierungskommission, die im Juli 2002 publik gemacht wurde, sei das Atom-U-Boot „Kursk“ infolge einer Wärmeexplosion von Brennstoffteilen eines 65-76-Torpedos untergegangen. Die Kommission entschied, die auf dem Meeresboden verstreut liegenden Wrackteile des U-Bootes zu sprengen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
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