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Spahn zu Auffrischungsimpfung: Biontech als Mercedes, Moderna als Rolls-Royce

© CC0 / AhmadArdity / PixabaySpritze (Symbolbild)
Spritze (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.11.2021
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Auf einer Pressekonferenz hat Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag für die Auffrischungsimpfung (Boostern) geworben und den Moderna-Impfstoff gelobt. Außerdem sollen ab Weihnachten Kinder geimpft werden.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich am Montag in Berlin bemüht, Vorbehalte gegen den Moderna-Impfstoff für das Boostern zu zerstreuen:

„Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff.“

Zugleich kündigte er an, dass viele Auffrischungsimpfungen auch künftig mit dem von vielen Bürgern bevorzugten Impfstoff von Biontech vorgenommen werden können.

Verfallsdatum von Moderna-Dosen nicht entscheidend

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten. Aktuell mache der Impfstoff von Biontech über 90 Prozent der Bestellungen aus.
Jens Spahn auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 22.11.2021
Spahn wehrt sich gegen Kritik an Biontech-Deckelung – „Einfach 'ne Frage der verfügbaren Menge“
Spahn sagte nun: „Das ist zwar ein wichtiger Aspekt, aber es ist nicht der entscheidende.“ Entscheidend sei, dass sich das Biontech-Lager derzeit rasch leere. Allein an diesem Montag und Dienstag gingen laut ihm sechs Millionen Biontech-Dosen in die Versorgung, also in Apotheken, Arztpraxen und Impfzentren. In den folgenden Wochen seien es aber jeweils nur noch zwei bis drei Millionen Dosen. „Und das liefern wir dann auch aus“, betonte der Gesundheitsminister. „Wir halten nichts zurück.“

Genug Dosen für alle

Bis zum Jahresende stünden insgesamt 24 Millionen Biontech-Dosen zur Verfügung. „Wenn wir also davon ausgehen, dass wir 25 bis 30 Millionen Auffrischungsimpfungen bis zum Jahresende machen wollen, dann wird ein großer Teil dieser Impfungen – wenn gewünscht – auch mit Biontech stattfinden können.“ Zusätzlich seien von Moderna in den Lagern aktuell 16 Millionen Booster-Impfstoffdosen verfügbar. Bis zum Jahresende seien es bis zu 26 Millionen Dosen.
Der geschäftsführende Gesundheitsminister räumte ein, dass die Umstellung in den Arztpraxen und Impfzentren „vielen zusätzlichen Aufwand und auch Stress bedeutet“. Er verstehe auch den Ärger von Ärztinnen und Ärzten. Arbeitsabläufe müssten umgestellt werden, zudem sei zusätzliche Überzeugungsarbeit zu leisten. „Das weiß ich und das bedauere ich auch“, so Spahn. Wichtig sei: „Es ist genug Impfstoff für alle anstehenden Impfungen da. Und beide Impfstoffe wirken.“ Das Vakzin von Biontech sei der Mercedes und das von Moderna der Rolls-Royce, sagte er. Neue Studien legen nahe, dass die Wirksamkeit des Moderna-Vakzins als Booster-Impfstoff höher sei als die des Mittels von Biontech.

2,4 Millionen Dosen Impfstoff für Kinder ab 20. Dezember

In Deutschland sollen nach Angaben des Gesundheitsmisters im Dezember 2,4 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren zur Verfügung stehen. Die Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde (Ema) werde wahrscheinlich Ende dieser Woche erfolgen, sagte Spahn am Montag in Berlin. Die gesamte Europäische Union erhalte die erste Lieferung am 20. Dezember.
Biontech-Impfstoff - SNA, 1920, 20.11.2021
Bis Jahresende 50 Millionen Impfdosen bereit – Gesundheitsministerium
Deutschland erhalte „auf einen Schlag“ 2,4 Millionen Dosen für die Fünf- bis Elfjährigen, so Spahn. Angesichts von 4,5 Millionen Kindern dieser Altersgruppe werde wohl ein großer Teil der anfänglichen Nachfrage bedient werden können. Weitere Lieferungen seien in den ersten Monaten 2022 zu erwarten. Da Kinder eine andere Dosierung benötigten, seien auch eine andere Abfüllung und ein anderer Vorlauf für den Kinderimpfstoff nötig, erläuterte der geschäftsführende Gesundheitsminister.
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