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Wegen veralteten Standards: Womöglich Probleme bei künftiger E-Rezept-Abrechnung – Bericht

© AP Photo / Thomas KienzleEine Mitarbeiterin einer Arztpraxis in Stuttgart steckt eine Krankenversicherungskarte in ein Lesegerät (Archivbild)
Eine Mitarbeiterin einer Arztpraxis in Stuttgart steckt eine Krankenversicherungskarte in ein Lesegerät (Archivbild)  - SNA, 1920, 22.11.2021
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Die Deutsche Apothekerzeitung (DAZ) hat am Montag davor gewarnt, dass die Krankenkassen wegen eines veralteten technischen Standards der Gematik-Signatur die Abrechnung von E-Rezepten ab 2022 verweigern könnten. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) muss handeln.
Unter Verweis auf zwei voneinander unabhängige Quellen berichtet die DAZ über mögliche Probleme bei der Abrechnung von E-Rezepten, die ab 1. Januar 2022 bundesweit zur Pflicht werden. Demnach könnten sich die Krankenkassen eventuell weigern, für die Verordnungen zu zahlen.
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Als Grund dafür nennt die DAZ den veralteten technischen Standard der Gematik-Signatur, die Apothekenrechenzentren für die Abrechnung an die Kassen schicken. Dieser sei „nicht kompatibel mit der aktuellen Version, deren Nutzung eigentlich EU-weit vorgeschrieben ist“, so die DAZ.
Da die Abrechnung der E-Rezepte nicht in den Bereich der Telematik-Infrastruktur fällt und die Rechenzentren keine Konnektoren besitzen, um die Signaturen zu prüfen, soll dieses Problem Quellen zufolge erst bei den Krankenkassen erkannt worden sein.
Als weiterer Kritikpunkt wird ein fehlender Zeitstempel auf Signaturen erwähnt, der die E-Rezepte betrugsanfällig macht. Die voneinander abweichenden Kontrollinstrumente für Signaturprüfung führen zudem dazu, dass ein E-Rezept-Datensatz nach Prüfung durch alle Instanzen von einer Kasse im Endeffekt doch als falsch eingestuft und abgelehnt werden kann.
In diesem Zusammenhang rief die DAZ das BMG auf, aktiv zu werden. Als Lösung schlug die Zeitung eine Verordnung vor, die den Kassen die Validierung der E-Rezepte vorschreibt, auch wenn die Signaturprüfung fehlschlägt.
„Andernfalls droht den Rechenzentren unter Umständen einiges an Mehrarbeit: Da sie Rezeptdatensätze natürlich nicht einzeln übermitteln, sondern gebündelt als Datenpaket, könnten die Kassen das gesamte Paket abweisen, wenn sich darin der Datensatz auch nur eines E-Rezepts befindet und dieser nicht anerkannt wird“, erklärte die DAZ.
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