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Lammert lobt Merkel: Außergewöhnliche Skills bei Konfliktlösung

© AP Photo / Olivier MatthysBundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 22.11.2021
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Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert hat der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) zum Jahrestag ihrer ersten Vereidigung vor 16 Jahren eine außergewöhnliche Begabung zur Lösung von Konflikten bescheinigt.
„Angela Merkel hat viele Stärken. Besonders herausragend ist dabei ihre beinahe schon übermenschliche Geduld im Ertragen auch der abwegigsten Positionen nationaler und internationaler Partner“, sagte Lammert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin über Merkel.
Lammert, der heute Vorsitzender der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung ist, hat Merkel insgesamt drei Mal als Bundeskanzlerin vereidigt - erstmals am 22. November 2005. Über Merkel sagte er nun: „Ihre stoische Ruhe ermöglichte es ihr, auch in besonders brenzligen Momenten den Gesprächsfaden weiterzuspinnen und nicht abreißen zu lassen.“ Deshalb habe sie „eine große Begabung zur Integration auch von weit auseinanderliegenden Positionen. Ich fürchte, diese Gabe werden wir künftig sehr vermissen“.
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Merkels Kanzlerschaft sei in vieler Hinsicht eine besondere gewesen, sagte Lammert. Was aber sicher aus dem deutschen wie internationalen Rahmen falle, sei Merkels unprätentiöser Politikstil. „Selten war mit der Wahrnehmung einer solch herausragenden politischen Aufgabe ein so geringes Maß an persönlichem Darstellungsbedürfnis verbunden wie in der Kanzlerschaft Angela Merkels.“ Dies werde „noch in 10, in 20 und in 30 Jahren ihren Nachfolgerinnen und Nachfolgern im Amt als leuchtendes Beispiel dienen“.
Über die Vereidigung Merkels am 22. November 2005 sagte Lammert: „Das war damals ein starkes Signal für viele Frauen, und sicherlich auch für manche Männer.“ Natürlich sei zu diesem Zeitpunkt „weder die bemerkenswerte Länge ihrer Amtszeit noch die außergewöhnliche Anzahl und die Tragweite der Krisen, durch die die Bundeskanzlerin Deutschland und Europa führen musste“, absehbar gewesen. „Auch wenn wir tiefergehende Beurteilungen den Historikern der Zukunft überlassen sollten, so empfinde ich persönlich Dankbarkeit und großen Respekt vor den Leistungen der ersten deutschen Bundeskanzlerin“, sagte Lammert im Rückblick.
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